Tarifkonflikt

Warnstreik in Berliner Zentrale der Lufthansa-Callcenter

Mit einem fünfstündigen Warnstreik haben Mitarbeiter des Telefon-Beratungszentrums der Lufthansa in Berlin-Adlershof für höhere Einkommen demonstriert.

Im Hauptquartier der weltweit acht Callcenter arbeiten rund 430 Angestellte im Schichtdienst. Die Gewerkschaft Ver.di erwartete für Kunden längere Wartezeiten am Telefon. Dem Unternehmen zufolge hatte der Streik „so gut wie keine Auswirkungen“, auch weil andere Standorte einsprangen.

Die ersten drei Runden der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Tochterfirma Lufthansa Global Tele Sales (GTS) hatten zu keinem Ergebnis geführt. Ver.di fordert 3,5 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit sowie eine höhere Grundvergütung anstelle des bisher geltenden Zulagensystems. Lufthansa habe bisher nur knapp mehr als ein Prozent pro Jahr bei 30 Monaten Laufzeit geboten, also nicht einmal einen Inflationsausgleich.

Es gehe „nicht nur um Prozentpunkte, sondern auch um Fragen der Lohngerechtigkeit und der Gleichbehandlung von Beschäftigten innerhalb des Konzerns“, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Max Bitzer. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, Ver.di habe 1999 mit Lufthansa eine branchenspezifische Geschäftsgrundlage für das damals neue Callcenter vereinbart. Davon wolle sich die Gewerkschaft nun entfernen.