Ausbildung

Deutsche Bahn wählt Lehrlinge nicht mehr nach Schulnoten aus

Die Deutsche Bahn will Auszubildende künftig nicht mehr anhand ihrer Schulnoten auswählen.

Der Konzern führt ab sofort einen Internettest für Schulabgänger ein, die vom Herbst kommenden Jahres an eine Ausbildung bei der Bahn beginnen wollen. Auch Bewerber für ein duales Studium im Konzern werden künftig so ausgewählt. Zeugnisnoten seien für Auszubildende und Studierende künftig „nicht das ausschlaggebende Kriterium“, sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber. Der Konzern rücke „Stärken und Fähigkeiten des Einzelnen“ bei der Bewerberauswahl in den Mittelpunkt. Alle Bewerber bekämen damit die gleiche Chance.

Die Bahn hofft so, für ihre Ausbildungsplätze Bewerber zu finden, „die mit ihren Kompetenzen den jeweiligen Anforderungen gut entsprechen“. Ausschlaggebend für einen erfolgreichen Beruf seien „nicht die Bestnoten, sondern soziale und kognitive Kompetenzen“, sagte Weber. „Pflichtbewusstsein oder technisches Verständnis zählen manchmal mehr als die eins oder die vier minus in Mathe.“ Für Eisenbahner im Betriebsdienst – also etwa Lokführer oder Weichenwärter – seien „Gewissenhaftigkeit und ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein“ wichtig, Gleisbauer müssten mechanisch-technisches Verständnis mitbringen. Bei IT-Berufen wiederum sei Problemlöse-Fähigkeit gefragt.