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Lufthansa: Germanwings-Abschluss lässt Kosten leicht steigen ++ hauptversammlung: Solarworld-Chef wirbt für sein Rettungskonzept ++ Handel: Tengelmann-Umsatz leidet unter Flutkatastrophe

Germanwings-Abschluss lässt Kosten leicht steigen

Der mühevoll ausgehandelte Tarifkompromiss bei Germanwings führt beim Mutterkonzern Lufthansa nicht zu einer Kostenexplosion. „Die Erhöhung von fünf Prozent über drei Jahre wird die Kosten der Gruppe um weniger als ein Prozent steigern“, sagte Carsten Spohr, Vorstand des Lufthansa-Passagiergeschäfts, am Donnerstag. Die Gewerkschaft Ufo hatte sich mit der Führung des runderneuerten Billigfliegers harte Verhandlungen geliefert und mit Streik gedroht, sich am Ende aber mit so gut wir allen Forderungen durchgesetzt. Neben unbefristeten Arbeitsverträgen sowie Einmalzahlungen erreichte die Gewerkschaft für die derzeit 700 Germanwings-Stewards und -Stewardessen ein Lohnplus von 5,9 Prozent.

Solarworld-Chef wirbt für sein Rettungskonzept

Solarworld-Chef Frank Asbeck hat am Donnerstag bei den Aktionären für seinen Rettungsplan eines scharfen Schulden- und Kapitalschnittes geworben. Die außerordentliche Hauptversammlung war nötig geworden, weil der Solarmodulhersteller sein Eigenkapital aufgezehrt hat. Die Aktionäre hätten auf Asbecks Rede sehr unterschiedlich reagiert, teils mit Kritik, aber auch mit Verständnis, berichteten Teilnehmer. Ein Beschluss über den Rettungsplan wurde nicht gefasst. Er steht am 7. August an. Solarworld leidet unter der chinesischen Billigkonkurrenz und ist mit über 900 Millionen Euro verschuldet. Die EU und China nähern sich unterdessen offenbar einer Lösung im Handelsstreit um Solarmodule an.

Tengelmann-Umsatz leidet unter Flutkatastrophe

Die Wetterkapriolen im ersten Halbjahr 2013 haben dem Handelsriesen Tengelmann die Umsätze verhagelt. Saisonwaren für den Gartenbereich sowie Frühjahrstextilien seien zum Ladenhüter geworden, sagte Geschäftsführer Karl-Erivan Haub. Tengelmann erzielte 2012 mit seinen Töchtern Kaiser's Tengelmann, KiK, Obi, Tengelmann E-Commerce und zahlreichen kleineren Gesellschaften einen Umsatz von 11,08 Milliarden Euro, das sind 2,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Ein Drittel der Erlöse erzielte der Konzern im europäischen Ausland. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Osteuropa und Italien. Die Handelsgruppe beschäftigt europaweit rund 83.826 Mitarbeiter.