Immobilien

Wohnungskonzern Annington stolpert an die Börse

Deutschlands größtem Wohnungskonzern Deutsche Annington ist mit einer Woche Verspätung der Sprung an die Börse geglückt.

Die Aktie startete am Donnerstag an der Frankfurter Börse bei 17,10 Euro und damit über dem Ausgabepreis von 16,50 Euro. „Ich bin super zufrieden“, sagte Vorstandschef Rolf Buch, nachdem er die Glocke auf dem Börsenparkett geläutet hatte. Deutsche Annington habe in den vergangenen Tagen eine Achterbahnfahrt erlebt. Jetzt sei man trotz der Hindernisse endlich am Ziel.

Auch im Handelsverlauf hielt sich die Annington-Aktie über der 17-Euro-Marke. Doch der Börsengang – der Anfang Juli für einige Tage auf Eis lag – lief alles andere als glatt: Der Konzern musste den knauserigen Investoren in Sachen Aktienvolumen und Preis deutlich entgegenkommen, so dass sich das Initial Public Offering (IPO) schließlich auf rund 575 Millionen Euro halbierte. Am Ende wurden in einem beschleunigten Verfahren knapp 35 Millionen Aktien am unteren Ende der bis zu 17 Euro reichenden Spanne platziert. Das reduzierte Aktienvolumen ging zu Lasten von Terra Firma, dem Mehrheitseigner. Der britische Finanzinvestor, der sich auf dem Börsenparkett nicht blicken ließ, begnügt sich nun mit einem Erlös von 175 Millionen Euro und hofft auf weiter steigende Kurse, die Ausstiegsgelegenheiten bieten. Zunächst sind 15,5 Prozent der Anteile im Streubesitz.

Der Deutschen Annington fließen aus dem Börsengang unverändert 400 Millionen Euro zu. Sie sollen direkt in den Schuldenabbau gehen. Die 800 Millionen Euro, die Buch in die Sanierung der 180.000 Wohnungen stecken will, sollen dagegen aus dem Tagesgeschäft kommen. „Für die Mieter wird sich nichts ändern“, versprach der Vorstandschef. „Außer, dass Annington jetzt ein noch sichererer Vermieter ist.“ Zukäufe stünden im Moment genauso wenig auf der Agenda wie größere Wohnungsverkäufe.