Autohandel

Neuwagenmarkt in Deutschland schrumpft weiter

Schwache Bilanz für den deutschen Neuwagenmarkt im ersten Halbjahr.

Die Zahl der Auto-Neuzulassungen sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 1,503 Millionen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. Auch auf dem westeuropäischen Markt halten sich die Käufer zurück. „Wir alle können mit dieser Entwicklung nicht glücklich sein“, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, in Berlin, auch wenn Märkte wie die USA die Einbußen wieder ausglichen. Die deutschen Verbraucher seien trotz guter Beschäftigungslage und ordentlicher Einkommen verunsichert durch die Eurokrise, hieß es beim VDA. Auch das Firmenwagensegment schwächele.

Wer dennoch kauft, kann sich über Rabatte freuen. Laut Universität Duisburg-Essen haben Autokäufer im Juni mit Rabatten, Sondermodellen und Finanzierungen im Durchschnitt 12,6 Prozent gespart. Im Monat Juni wurden nach Angaben des Bundesamts knapp 283.000 neue Autos angemeldet, das waren 4,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Unter den großen deutschen Marken erlitten Opel (minus 11,0 Prozent), VW (minus 9,0 Prozent) und BMW (minus 7,1 Prozent) die größten Einbußen.

Wissmann sagte, die meisten schöben den Neuwagenkauf nur auf. Die Jahresprognose von bis zu drei Millionen Verkäufen behielt er bei. Um diese Marke werde sich der Markt in den nächsten Jahren einpendeln.

Der westeuropäische Markt schrumpft zum vierten Mal in Folge, für dieses Jahr sind 11,148 Millionen Neuzulassungen prognostiziert – bis 2007 waren es jahrelang mehr als 14 Millionen gewesen. Der Weltmarkt fängt die Einbußen jedoch auf.