Meldungen

In Kürze III

Deutsche Bahn: Bahnchef Grube deutet Preiserhöhungen an ++ Boeing: „Dreamliner“ muss wegen Bremssystem notlanden ++ Einzelhandel: Arbeitgeber legen ein erstes Angebot vor

Bahnchef Grube deutet Preiserhöhungen an

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat eine Erhöhung der Bahn-Fahrpreise angedeutet und dies auch mit den Kosten der Energiewende begründet. „Klar ist: Unsere Kostenbelastung steigt weiter – vor allem wegen der steigenden Umlage für Ökostrom und des jüngsten Tarifabschlusses. Diese erheblichen Zusatzkosten können wir nicht einfach ignorieren“, sagte Grube der „Bild“-Zeitung. Zu den Preisen könne aber erst im Herbst etwas gesagt werden. Im Frühjahr sei die ICE-Flotte auf Ökostrom umgestellt worden. „Aber statt diese vorbildliche Umstellung zu fördern, sollen wir künftig 100 Millionen Euro Umlage zahlen.“ Damit würden Kunden, die ökologisch reisen wollen, auch noch bestraft, so Grube.

„Dreamliner“ muss wegen Bremssystem notlanden

Die Pannenserie bei Boeings 787 „Dreamliner“ geht weiter. Jetzt musste ein Flugzeug der US-Gesellschaft United Airlines kurz nach dem Start in Houston umkehren und wieder landen. Es habe ein Problem mit der Bremsanzeige gegeben, erklärte eine Sprecherin der Airline. Wie ein Lokalsender berichtete, habe die Besatzung die Passagiere gewarnt, dass die Bremsen möglicherweise nicht funktionieren würden und sie sich auf die Landung vorbereiten sollten. Die Maschine mit Ziel Denver habe vorsichtshalber eine Notlandung gemacht, so die Airline. Der „Dreamliner“ fällt immer wieder durch Pannen auf. Das Flugzeug steht unter besonderer Beobachtung, seitdem zu Jahresbeginn Batterien geschmort hatten.

Arbeitgeber legen ein erstes Angebot vor

In die Tarifverhandlungen für die knapp drei Millionen Beschäftigten im deutschen Einzelhandel kommt Bewegung. Die Arbeitgeber legten bei der dritten Gesprächsrunde in Baden-Württemberg bundesweit erstmals ein konkretes Lohn-Angebot vor. Die Gehälter sollen in zwei Stufen insgesamt um vier Prozent steigen, zunächst um 2,5 Prozent zum 1. Juli, dann um weitere 1,5 Prozent zum 1. April 2014 bei einer zweijährigen Laufzeit bis Ende März 2015. Die Arbeitgeber koppelten ihre Offerte allerdings an Änderungen in der Entgeltstruktur und im Manteltarifvertrag, was die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di umgehend ablehnte. Als nächster Verhandlungstermin im Südwesten ist der 11. Juli geplant.