Geld

Das Vermögen der Deutschen

Eine Studie der Bundesbank hat erstmals die Einkommensverhältnisse und die Geldanlagen der Deutschen durchleuchtet. Wer hat wie viel?

Die Deutschen sind ärmer als der Rest der Euro-Zone, und das Vermögen ist hier besonders ungleich verteilt – das zeigte eine Studie der Europäischen Zentralbank vor einigen Wochen. Nun veröffentlichte die Bundesbank eine detaillierte Analyse der Daten. Diese ist eine wahre Fundgrube, aus der sich viele interessante Aspekte herausfiltern lassen.

So zeigt sie, wie der Reichtum innerhalb Deutschlands verteilt ist, nach Regionen, nach Altersgruppen, nach Berufen, nach Bildungsabschlüssen, nach Wohnsituation. Aber sie zeigt auch, wie die Menschen ihr Geld angelegt haben oder warum sie überhaupt sparen.

Beispielsweise besitzen Wohneigentümer doppelt so häufig Aktien wie Mieter, bei den Kapitallebensversicherungen stehen sie dagegen gleich – es sei denn, der Wohneigentümer hat noch eine Hypothek. Dann hat er doppelt so häufig eine solche Police. Offenbar finanzieren viele darüber ihr Häuschen.

Oder: 73 Prozent der Haushalte verfügen über ein Auto. In Ostdeutschland sind es aber nur 61 Prozent, im Süden der Republik, dort, wo die Fahrzeuge hergestellt werden, sind es dagegen 82 Prozent.

Und manchmal lässt sich Kurioses entdecken: So ist das selbst genutzte Wohneigentum der Deutschen im Durchschnitt rund 205.000 Euro wert.

Eine extreme Abweichung gibt es jedoch bei den Immobilieneigentümern im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. Deren Wohnungen bringen es auf 343.000 Euro. Sind das die Abkommen der oberen Zehntausend mit Beruf Sohn oder Tochter?