Meldungen

WirtschaftsNews

China: Exportweltmeister schwächelt ++ Steuerpläne: Merkel wirft Rot-Grün „Geiz-Diskussionen“ vor ++ Rente: Menschen ohne Ansprüche kassieren Millionen ++ Daimler: 150 Millionen Euro bei IT-Kosten gespart

Exportweltmeister schwächelt

Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben neue Sorgen um die Erholung der Weltwirtschaft geschürt. Die Exporte aus der zweitgrößten Volkswirtschaft wuchsen im Mai so langsam wie seit fast einem Jahr nicht mehr, während die Importe überraschend schrumpften, wie die Zollbehörde mitteilte. Die Ausfuhren in die USA und die EU – die beiden wichtigsten Handelspartner Chinas – fielen sogar den dritten Monat in Folge. Im April hatten die Exporte noch um 14,7 Prozent zugelegt.

Merkel wirft Rot-Grün „Geiz-Diskussionen“ vor

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Opposition angesichts der Steuerpläne „Geiz-Diskussionen“ vorgeworfen. SPD und Grüne sagten „Wenn einer was hat, muss er gleich wieder was hergeben“, kritisierte die CDU-Chefin bei einer Wahlkampfveranstaltung der Frauen-Union. Ziel müsse sein, ein Klima zu schaffen, in dem Menschen Lust hätten, Unternehmen zu gründen. Daraus entstünden Arbeitsplätze. „Ich will jedenfalls für die deutsche Wirtschaft keine Steuern erhöhen.“ Gleichzeitig warnte sie vor zu hohen Erwartungen: „Natürlich werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen und die Spielräume nicht unendlich sein.“

Menschen ohne Ansprüche kassieren Millionen

Die gesetzliche Rentenversicherung hat nach Erkenntnissen des Bundesrechnungshofs dreistellige Millionenbeträge an Menschen ohne entsprechende Rentenansprüche gezahlt. Wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf einen Prüfbericht schreibt, stiegen die „Forderungen aus überzahlten Renten“ bei den 16 Rentenversicherungsträgern zwischen 2006 und 2011 von 125 auf 166 Millionen Euro. Die tatsächlichen Fehlbeträge seien aber noch höher. Häufige Gründe für zu viel gezahlte Renten sind den Rentenversicherungen zufolge fehlerhafte Mitteilungen der Empfänger, zum Beispiel über einen Hinzuverdienst oder das Ende einer Berufsausbildung bei Waisen.

150 Millionen Euro bei IT-Kosten gespart

Der Autobauer Daimler will seine IT-Kosten kräftig drücken. „Bis Ende 2016 haben wir uns eine Kostensenkung von 150 Millionen Euro zum Ziel gesetzt“, sagte Personal- und IT-Vorstand Wilfried Porth der Branchenzeitung „Automobilwoche“. Künftig sollen alle SAP -Systeme im Konzern wieder in Eigenregie betrieben und weiterentwickelt werden, die an Dienstleister ausgelagerten IT-Services sollen zurück in den Konzern geholt werden. Dadurch lasse sich ein Viertel der Kosten einsparen,