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Gigantische Abhörzentrale

Speicherort In der Debatte über die um sich greifenden Überwachungsaktivitäten in den USA rückt eine Abhörzentrale in der Wüste Utahs ins Blickfeld: Die National Security Agency (NSA) ist derartig geheim, dass nicht einmal ihr Budget veröffentlicht wird. Die neue NSA-Zentrale entsteht auf einer Grundfläche, die fünf Mal so groß ist wie die des Kapitols in Washington. Dort ist Platz für raumgreifende Server-Anlagen, die als Speicherplatz für Abermilliarden Daten dienen. Gegründet wurde die NSA während des Kalten Krieges, um Gespräche zwischen den USA und dem Ausland abzuhören. Sie gilt als der mächtigste und teuerste der 16 US-Spionagedienste. Seit dem gegen die USA gerichteten Terrorismus überwacht die US-Behörde zunehmend die Kommunikation ihrer Bürger untereinander. Mathematiker und Statistiker helfen bei der Entwicklung von automatischen Auswertungsprogrammen, die in der Datenmenge Muster entdecken und mögliche Bedrohungen erkennen.

Erlaubnis Zum Abhören von konkreten Telefonaten brauchen die US-Behörden aber eine richterliche Erlaubnis. Auch der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) durchkämmt E-Mails. Das bestätigte die Bundesregierung im Mai 2012. Der BND filterte 37 Millionen Nachrichten heraus, bei den E-Mails stellten sich 90 Prozent als Spam heraus.