Medien

Friede Springer wird in die „Hall of Fame“ aufgenommen

„Manager Magazin“ zeichnet die Unternehmerin zusammen mit früheren BASF-Lenker Jürgen Hambrecht aus

Alle Manager wollen unbedingt in die „Hall of Fame“, doch nur wenigen gelingt es, in dieses „Walhalla der Unternehmer“ aufgenommen zu werden. Nun gibt es eine neue Laureatin: die Unternehmerin Friede Springer (70). Gemeinsam mit dem langjährigen BASF-Lenker Jürgen Hambrecht nahm sie die große Ehrung des jährlich vom „Manager Magazin“ und einer exquisiten Jury ausgelobten Titels im Schlosshotel Kronberg im Taunus entgegen.

Für das Hamburger Magazin, das diese begehrte Auszeichnung seit 1992 vergibt, ist die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer AG die ideale Wahl: „Friede Springer wahrte und mehrte ein großes Erbe. Als Witwe des Gründers Axel Springer führte sie das Verlagshaus in neue Dimensionen. Sie verteidigte die publizistische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens und sorgte mit klugen Weichenstellungen dafür, dass die Axel Springer AG heute zu den innovativsten und erfolgreichsten Medienkonzernen Europas zählt. Herausragend sind zudem ihr Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft und ihr umfangreiches karitatives Engagement.“

Das Motto der „Hall of Fame“ lautet „Gegen Mutlosigkeit und Mittelmaß“ und ist von zeitloser Gültigkeit. Friede Springer und der mitgekürte Jürgen Hambrecht finden sich in einer Reihe von 53 großen Namen wieder, darunter Ludwig Erhard, Berthold Beitz, Graf Lambsdorff, Reinhard Mohn, Günther Fielmann und Verleger Hubert Burda. Friede Springer ist eine der wenigen Frauen in dieser Ruhmeshalle. Denn nur noch Birgit Breuel, die frühere Chefin der Treuhandanstalt, und die verstorbene Leiterin des renommierten Meinungsforschungsinstituts Allensbach, Elisabeth Noelle-Neumann, fanden Zugang in die heiligen Sphären der überdurchschnittlichen Leistung. Es sind berühmte Personen historischer Dimension darunter, etwa Herman Josef Abs oder Max Grundig – und Axel Springer, der verstorbene Ehemann Friede Springers, der 1992 posthum geehrt wurde. Somit ist das Ehepaar Springer, jeder dank der eigenen Leistung, in der „Hall of Fame“ für immer vereint und verewigt, was den Konzern mit Freude und Stolz erfüllt.

Bei der Festversammlung wurden die neuen Mitglieder in die symbolische Ruhmeshalle aufgenommen. Ihren physischen Standort hat sie in einem abgetrennten Raum des Bonner „Museum zur deutschen Zeitgeschichte“. Dort befinden sich Kupfertafeln mit den eingravierten Signaturen der Laureaten. Im Falle Friede Springers wird man eine grazile, jugendlich gebliebene Frau erleben, deren Uneitelkeit erstaunt, die von nordischer Helligkeit im Charakter (sie wurde auf der Nordseeinsel Föhr geboren) ist, die ohne viel Aufhebens Großartiges leistete und die mit viel Ausdauer den Verlag ihres Mannes ins neue Jahrhundert führte, auch wenn man sie lange unterschätzte.

So sah dies auch Laudator Hubert Burda, selbst eine unternehmerische Ausnahmegestalt. „Bei Ihnen gibt es diese wunderbare Dualität von Zurückhaltung und Entschlossenheit. Man könnte es einerseits Bescheidenheit, andererseits ein feines Gespür nennen, im gegebenen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. So haben Sie den Axel Springer Verlag in die erste Liga der internationalen Medienhäuser gebracht.“