Unternehmen

Berliner Gründer verleihen Kunst an Firmen und Hotels

„Kunst muss hängen“, sagt Christian Kaul, „aber so viel supertolle Kunst wird nicht ausgestellt, sondern steht ungezeigt in Galerien und Studios herum.“

Schlicht weil der Platz fehlt, sämtliche nicht verkauften Kunstwerke jederzeit auszustellen. Auf der anderen Seite, sagt Kaul, gebe es Firmen, Restaurants, „selbst Mehr-Sterne-Hotels, in denen schlichte Drucke an der Wand hängen. Da ist ein Bedarf für echte Kunst.“

Den zu decken, haben sich Kaul und drei Mitstreiter vorgenommen, die das Berliner Start-up A Space For Art gegründet haben, das am Dienstag offiziell gestartet ist. A Space For Art ist ein Unternehmen der sogenannten Share Economy. Es bietet einerseits Galerien die Möglichkeit, ihre gesamten Kunstwerke zu präsentieren. Andererseits können Firmen die Bilder für mindestens sechs Monate mieten. Sie werden dann in den Restaurants und Firmen ausgehängt. A Space for Art erhält für die Vermittlung und Abwicklung eine Provision.

An dem Geschäftsmodell versuchen sich derzeit mehrere Online-Plattformen, vor allem im Niedrigpreisbereich. A Space for Art setzt auf Hochpreisiges. Vermittelt werden derzeit Werke von namhaften Künstlern wie Marc Quinn, Mat Collishaw und Shepard Fairey. Einer der ersten Kunden in Berlin ist das Fünf-Sterne-„Hotel de Rome“, das derzeit 23 Werke des Berliner Künstlers Roman Lipski ausstellt. In London ist Kunst von A Space For Art in mehreren Sterne-Restaurants des Spitzenkochs Gordon Ramsay sowie in den Boutique-Luxushotels „Belgraves“ und „St. James Hotel“ ausgestellt.

Zugleich ist A Space for Art eine Verkaufsplattform. Die von den Galerien eingestellten oder in den Firmen ausgestellten Kunstwerke können jederzeit gekauft werden. Bei einem Verkauf teilen sich Künstler, Galerie und das ausstellende Unternehmen den Erlös. A Space For Art erhielte dann eine Provision.