Medien

„Bild“ startet Abo für Digitalinhalte und Bundesliga im Netz

Die „Bild“ steht kurz vor dem Start eines Bezahlmodells für Internet-Inhalte.

Wie der Medienkonzern Axel Springer (Berliner Morgenpost, Hörzu) meldete, führt die größte deutsche Medienmarke ein umfassendes Abo-Angebot unter der Bezeichnung „BILDplus“ am 11. Juni ein und verbindet dabei die gedruckte Zeitung mit allen digitalen Plattformen. „Unabhängiger Journalismus hat in der digitalen Welt nur eine Chance, wenn er, wie auch im klassischen Printgeschäft, über Anzeigen- und Vertriebserlöse finanziert wird“, sagt Andreas Wiele, Konzernvorstand „Bild“-Gruppe und Zeitschriften.

„BILDplus“ wird es in drei Varianten geben. Für knapp fünf Euro können Nutzer das Angebot im Webbrowser, auf Smartphones und Tablets lesen. Für den doppelten Preis gibt es zusätzlich die E-Paper-Ausgabe, die die Zeitung digital so darstellt, wie sie gedruckt wird. Für knapp 15 Euro erhalten Nutzer zusätzlich ein Kiosk-Abo für die gedruckte Zeitung als Gutscheinheft. Außerdem wird es in jeder gedruckten Ausgabe einen individuellen Tagespass geben, mit dem Kioskkäufer am jeweiligen Tag Zugriff auf alle digitalen „BILDplus“-Inhalte haben.

Mit dem Start der Bundesliga-Saison im August können „BILDplus“-Nutzer zusätzlich das Paket „Bundesliga bei BILD“ für knapp drei Euro pro Monat hinzukaufen. Der Dienst wird Videos der spannendsten Highlights der 1. und 2. Bundesliga und eine umfangreiche multimediale Fußballberichterstattung umfassen. Axel Springer hatte im vergangenen Jahr den Zuschlag für die audiovisuellen Verwertungsrechte für die Bundesliga-Highlight-Berichterstattung im Web-TV sowie auf Smartphones und Handys erhalten. Sie gelten für die Saisons 2013/2014 bis 2016/2017. „Bild“ darf als einziges digitales Nachrichtenangebot in Deutschland die Zusammenfassung aller Begegnungen als Premium-Angebot eine Stunde nach Spielschluss per Video auf Abruf zeigen.

Doch auch ohne bezahltes Abo bleibt „Bild.de“ für Leser zugänglich. Die Zeitung hat sich für ein sogenanntes Freemium-Modell entschieden, bei der kostenpflichtige und kostenfreie Inhalte parallel angeboten werden. „Für die reinen Nachrichten muss der User nichts bezahlen“, sagte „Bild.de“-Chefredakteur Manfred Hart. Exklusive Geschichten etwa seien künftig „BILDplus“-Inhalte.