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Energie: EU-Kommissar Oettinger warnt vor Sanktionen ++ Datenschutz: Peter Schaar wettert gegen Xbox von Microsoft ++ Carsten Maschmeyer: Verfahren mit Geldauflage eingestellt ++ Märklin: 5,1 Millionen Euro für Ex-Insolvenzverwalter

EU-Kommissar Oettinger warnt vor Sanktionen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die deutsche Industrie laut einem „Spiegel“-Bericht vor harten Sanktionen der Europäischen Kommission gewarnt. Hintergrund ist das vor einigen Wochen eingeleitete Wettbewerbsverfahren zur Befreiung energieintensiver Unternehmen von Teilen der mit dem Ökostromausbau verbundenen Netzentgelte. Die deutsche Ausnahmeregelung werde von Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia als unzulässige Beihilfe gewertet. Im günstigsten Fall würden diese Beihilfen nach Oettingers Einschätzung von der Kommission in Zukunft verboten, im ungünstigsten müssten Milliarden Euro zurückerstattet werden.

Peter Schaar wettert gegen Xbox von Microsoft

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat Microsofts neue Spielekonsole Xbox One scharf kritisiert. „Unter der Überschrift 'Spielgerät' drückt Microsoft ein Überwachungsgerät in den Markt“, sagte Schaar dem „Spiegel“. Er wies darauf hin, dass die Konsole „alle möglichen persönlichen Informationen“ registriere wie Reaktionsgeschwindigkeiten, Lernfähigkeit und emotionale Zustände. Befürchtungen, wonach Microsoft mit Hilfe der Konsole auch Gespräche abhören könnte, hielt er für übertrieben. Die neue Xbox kommt nächste Woche in die Läden.

Verfahren mit Geldauflage eingestellt

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat mit der Zahlung einer Geldauflage von 2,9 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover abgewendet. Es habe der Verdacht bestanden, dass Maschmeyer gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut „Wirtschaftswoche“ hatte Maschmeyer ein größeres Aktienpaket des AWD-Konkurrenten MLP besessen, ohne dies gemeldet zu haben.

5,1 Millionen Euro für Ex-Insolvenzverwalter

Der ehemalige Insolvenzverwalter von Märklin, Michael Pluta, hat für die Sanierung des Modellbahnherstellers ein Honorar von 5,1 Millionen Euro kassiert. „Das ist die Summe, die vom Gericht geprüft und bestätigt worden ist“, sagte Pluta den „Stuttgarter Nachrichten“. „Das Geld ist jedoch ein Teil des Umsatzes unserer Gesellschaft und nicht mein Privateinkommen.“ Der Fürther Bobby-Car-Produzent Simba Dickie hatte den 2009 in die Insolvenz geratenen Ulmer Modellbahnhersteller im März diesen Jahres gekauft.