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Pleite eines Hoffnungsträgers

Wunderkind Shai Agassi war ein Computerwunderkind. Der Sohn eines israelischen Offiziers war im Silicon Valley erfolgreich, bevor er in den Vorstand des deutschen Software-Riesens SAP einzog. Doch dem Israeli Agassi war die Konzernwelt zu langsam. Er kündigte 2007 und widmete sich einem Elektroautoprojekt. Nichts weniger, als die Welt zu einem besseren Ort zu machen, wollte er nach eigener Aussage. Better Place nannte er deshalb auch seine Firma.

Stromtankstellen Agassi wollte ganze Länder mit Stationen überziehen, an denen die Elektroauto-Batterien getauscht und aufgeladen werden. Das sollte ein Kernproblem der Branche lösen. Die E-Autos können bisher nur relativ kurze Strecken zurücklegen, bevor sie fürs Aufladen wieder pausieren müssen. Mit den Tauschstationen sollte das langwierige Aufladen entfallen. Doch daraus wurde nichts. Am Sonntag beantragte Better Place vor einem israelischen Gericht die Ernennung eines Konkursverwalters.