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Im weißen Kittel durch die Lange Nacht der Industrie

33 Unternehmen zeigen ihre Welt hinter den Werktoren

Rauch, der aus Schornsteinen qualmt, Maschinen, die Produkte automatisiert auf nicht enden wollende Bänder spucken. Das Bild, das die meisten Menschen von Industrie im Kopf haben, verträgt durchaus eine Imagekampagne. Das dachten sich wohl auch 33 Berliner Industriebetriebe. Am Dienstagabend öffneten Mittelständler und Großunternehmen im Rahmen der „Langen Nacht der Industrie“ daher einem interessierten Publikum ihre Werktore.

„Ich studiere BWL und möchte gerne einen Einblick in die Branche bekommen, um zu schauen ob das was für mich ist“, sagt der 25-jährige Daniel Schwab. Er ist Teil einer 40-köpfigen Gruppe, die sich durch den Standort des Unternehmens „Coriant“ führen lässt. Der Betrieb stellt Bauteile für Telekommunikationsnetzwerke her. Nach einer kurzen Präsentation streifen sich die Teilnehmer der Gruppe für die anschließende Führung einen weißen Kittel über – es geht nun durch die einzelnen Produktionsschritte.

Die Veranstaltung findet dieses Jahr zum zweiten Mal in der Region statt. Die Berliner Industrie beschäftigt rund 107.000 Menschen und leidet chronisch an einem Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Speziell Schüler und Studenten sollen nun auf den Geschmack gebracht werden. Auszubildende und Studenten, aber auch Pensionäre, die sich die Entwicklungen in ihrem alten Arbeitsfeld aus der Nähe anschauen wollen, nehmen an der Führung teil. Durch ihre Nachfragen entstehen am Rande des Rundgangs immer wieder kleine Fachsimpeleien.

Einzige Voraussetzung für die kostenlose Teilnahme war eine Anmeldung im Internet und ein Mindestalter von 14 Jahren. An vier Standorten starteten Touren, auf denen die Teilnehmer jeweils zwei der 33 Unternehmen besichtigen konnten. Ins Leben gerufen wurde die Lange Nacht der Industrie 2008 von der Handelskammer Hamburg und dem Industrieverband Hamburg IHV.