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Deutsche Bahn: Betrüger verschicken Virus mit Buchungsbestätigung ++ Hapag-Lloyd: Reederei kündigt kräftige Preiserhöhung an ++ Mobilcom: Gericht eröffnet Verfahren gegen Gründer

Betrüger verschicken Virus mit Buchungsbestätigung

Die Deutsche Bahn hat vor gefälschten Buchungsbestätigungen mit einem Computervirus gewarnt. Betrüger verschickten derzeit E-Mails mit dem Absender der Bahn, teilte das Unternehmen mit. Der Anhang der Nachrichten enthalte einen sogenannten Trojaner. Die E-Mails sollten nicht geöffnet und sofort gelöscht werden. Wer gerade eine Bahnfahrt gebucht habe und auf die Bestätigung warte, solle unbedingt die angegebenen Auftragsnummern überprüfen, riet das Unternehmen. Die Adressdaten stammen den Angaben zufolge nicht von der Bahn. Kürzlich seien bereits andere Unternehmen in ähnlicher Art und Weise von Betrugsversuchen betroffen gewesen.

Reederei kündigt kräftige Preiserhöhung an

Die Reederei Hapag-Lloyd hat ihre Verluste zu Jahresbeginn dank gestiegener Frachtraten und höherer Transportmengen eingedämmt. Der um Sondereffekte bereinigte operative Verlust halbierte sich von Januar bis März binnen Jahresfrist fast auf 53 Millionen Euro, wie Deutschlands größte Containerlinie mitteilte. Das erste Quartal ist in der Containerschifffahrt traditionell das schwächste. Hapag-Lloyd kündigte für alle Routen teils kräftige Preiserhöhungen an. Mit 1000 Dollar je Standardcontainer sollen die Frachtraten ab Juli auf der wichtigen Asien-Europa-Linie besonders stark angehoben werden. Hinzu kommt ein Saisonaufschlag von 500 Dollar je Standardbox.

Gericht eröffnet Verfahren gegen Gründer

Kurz vor der Verjährung hat das Kieler Landgericht eine Anklage wegen Bankrottvergehens gegen den Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Ein Termin für den Prozessbeginn stehe noch nicht fest, das könne noch Monate dauern, so das Gericht. Laut Anklage soll Schmid zwischen 2002 und 2004 rund 2,8 Millionen Mobilcom-Aktien im Wert von rund 14 Millionen Euro nach Liechtenstein verschoben haben – am Insolvenzverwalter vorbei in ein Depot einer Gesellschaft, die seiner Ehefrau gehört haben soll. Zudem soll er rund 2,9 Millionen Euro aus dem Verkauf von Spitzenpferden transferiert haben. Schmids frühere Frau ist mitangeklagt.