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Statistik: Deutsche Wirtschaft entgeht nur knapp Abschwung ++ Arbeitskampf: Amazon zeigt sich von Streik wenig beeindruckt ++ Ausbildung: Immer mehr Lehrstellen in Deutschland nicht besetzt

Deutsche Wirtschaft entgeht nur knapp Abschwung

Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten Monaten des Jahres nur knapp einem Abschwung entgangen. Die Wirtschaftsleistung legte nach einem Rückgang Ende 2012 in den Monaten Januar bis März um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. In den Ländern der Euro-Zone schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 Prozent, in der Europäischen Union um 0,1 Prozent. Einer der Gründe für das schwache Wachstum in Deutschland in den Monaten zu Jahresbeginn sei der lang anhaltende Winter gewesen, erklärte das Statistische Bundesamt. Die deutsche Wirtschaft habe zu Jahresbeginn deswegen „nur langsam wieder Fahrt“ aufgenommen.

Amazon zeigt sich von Streik wenig beeindruckt

Der Internetversandhändler Amazon zeigt sich vom ersten Streik seiner Belegschaft in Deutschland unbeeindruckt. Nach Angaben des Unternehmens haben am Dienstag auch wesentlich weniger Angestellte an der Protestaktion teilgenommen als von der Gewerkschaft Ver.di angegeben. Eine Amazon-Sprecherin bilanzierte am Mittwoch, dass in Bad Hersfeld und Leipzig zusammen nicht einmal 750 Beschäftigte an dem Ausstand teilgenommen hätten. Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter hätten regulär gearbeitet. „Daher kam es zu keinerlei Auswirkungen auf den Versand an Kunden“, sagte die Sprecherin. Ver.di hatte von 1100 Streikenden am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld berichtet. Zudem hätten 600 Menschen in Leipzig die Arbeit niedergelegt.

Immer mehr Lehrstellen in Deutschland nicht besetzt

Immer mehr Lehrstellen in Deutschland werden nicht besetzt. Die Zahl offener betrieblicher Ausbildungsplätze stieg 2012 um 12,1 Prozent auf den Rekordwert von 33.275, wie aus dem am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Berufsbildungsbericht 2013 hervorgeht. Wie viele Bewerber diesen offenen Stellen aber gegenüberstehen, ist umstritten. Abgeschlossen wurden im vergangenen Jahr laut Berufsbildungsbericht insgesamt 551.272 neue Ausbildungsverträge. Der leichte Rückgang um 3,2 Prozent sei demografisch bedingt. Rund 95 Prozent dieser Ausbildungsplätze gab es demnach in Betrieben oder dem öffentlichen Dienst, fünf Prozent in Schulen.