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Metall- und Elektroindustrie: Entscheidung im Tarifstreit für Mittwoch erwartet ++ Chrysler: Hersteller ruft 469.000 Jeeps zurück ++ Bilfinger: Baukonzern reduziert sein Europa-Geschäft ++ Maschinenbau: Japaner setzen deutschen Herstellern zu

Entscheidung im Tarifstreit für Mittwoch erwartet

Die Tarifrunde für die bundesweit 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie steuert auf eine Entscheidung an diesem Mittwoch zu. Sollte es bei den am Montag beginnenden Verhandlungen in Baden-Württemberg zu keinem Ergebnis kommen, wird von Dienstagabend an in Bayern weiterverhandelt. Beide Parteien gehen davon aus, dass die Gespräche bis Mittwoch andauern. Im Falle eines Scheiterns droht die IG Metall mit einer Urabstimmung über einen Streik nach Pfingsten.

Hersteller ruft 469.000 Jeeps zurück

Der US-Autohersteller Chrysler hat 469 000 ältere Jeep-Modelle in die Werkstätten zurückgerufen. In einigen Fälle könne es vorkommen, dass die Gangschaltung ungewollt auf „neutral“ schalte, teilte Chrysler mit. Nach Angaben der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA besteht die Gefahr, dass das Auto unkontrolliert ins Rollen kommt. Es geht um die Jeep-Modelle Commander und Grand Cherokee der Jahre 2006 bis 2010 beziehungsweise 2005 bis 2010. Betroffen sind 328.000 Fahrzeuge in den USA, Kanada und Mexiko, die restlichen 141.000 außerhalb dieser drei Länder.

Baukonzern reduziert sein Europa-Geschäft

Der Bau- und Industriedienstleister Bilfinger will sein Engagement in Europa zurückfahren und sein Geschäft in Amerika und Asien verstärken. „80 Prozent unseres Geschäfts machen wir heute in Deutschland und Europa. Das wird mehr als die Hälfte bleiben, aber deutlich heruntergehen“, kündigte Konzern-Chef Roland Koch im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“ an. Als Grund führte der Manager und ehemalige hessische Ministerpräsident die schwache Konjunktur in Europa an. Stattdessen soll Bilfinger in Asien und Amerika stärker vertreten sein.

Japaner setzen deutschen Herstellern zu

Den deutschen Maschinenbauern setzt nach Einschätzung ihres Branchenverbandes die Konkurrenz aus Japan immer stärker zu. „Wir hatten jahrelang gegenüber den Japanern aufgrund des starken Yen Vorteile, die wir jetzt nach und nach verlieren“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Die japanische Notenbank will in weniger als zwei Jahren 1,4 Billionen Dollar in den Wirtschaftskreislauf pumpen und mittels schwachem Yen der exportorientierten drittgrößten Volkswirtschaft der Welt neuen Schwung verleihen.