Verkehr

ADAC und Deutsche Post starten eigenes Fernbusnetz

Der ADAC und die Deutsche Post wollen künftig alle deutschen Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern mit Fernbuslinien verbinden.

Der Einstieg in den wachsenden Markt ist mit einer ersten Verbindung zwischen München und Köln vorgesehen, wie am Donnerstag im Vorfeld der Bundesdelegierten- und Hauptversammlung des Automobilclubs in Bielefeld bekannt wurde. Im März hatte ADAC-Präsident Peter Meyer in einem Interview angekündigt, bis 2013 die ersten Busse auf die Straße schicken zu wollen.

Jetzt sickerten weitere Details durch. Die beiden Unternehmen haben für das Projekt eine gemeinsame Tochter gegründet, an der sie jeweils 50 Prozent halten. Langfristig wollen ADAC und Post ein bundesweites Liniennetz mit 300 Bussen anbieten. Die Fahrpreise sollen unter denen von Bahntickets mit Bahncard-50-Ermäßigung liegen. Für ADAC-Mitglieder sind kostenlose Sitzplatz-Reservierungen angedacht. Weitere Details wollten beide Partner am Freitag mitteilen.

Seit dem 1. Januar 2013 ist der Verkehr mit Fernbussen in Deutschland liberalisiert. Zahlreiche Anbieter haben Linien gestartet, daruntert MeinFernbus aus Berlin. Zuletzt war im April der Lebensmitteldiscounter Aldi mit Fernbuslinien-Angeboten gestartet.

ADAC-Präsident Meyer kündigte am Donnerstag eine neue Benzinpreis-App des ADAC an. Sie soll mit Daten des Bundeskartellamtes Autofahrer minutengenau über Benzinpreise an den Tankstellen informieren. Die Daten des Bundeskartellamtes basieren auf Preis-Informationen, die die Mineralölfirmen an die Behörde in Bonn melden müssen. Das neue Angebot fürs Handy soll nicht nur ADAC-Mitgliedern zur Verfügung stehen.