Gründerzeit

Prefery zeigt das Beste aus zehn Modeblogs

Jürgen Stüber über ein junges Berliner Start-up, das die aktuellsten Modetrends auf das iPhone bringen will

Die wichtigsten Modeblogs auf einem mobilen Bildschirm – das ist das Ziel der neuen Blog-Shopping-App Prefery Fashion News, die seit einigen Tagen kostenfrei im App Store von Apple zum Download bereit steht. Das neue Programm erlaubt es Nutzerinnen, sich schnell und an jedem Ort einen Überblick über die neuesten Modetrends zu verschaffen, ohne dazu Blogs lesen zu müssen.

Die App des Berliner Start-up zeigt momentan eine handverlesene Auswahl aus Angeboten der zehn wichtigsten deutschen Modeblogs: LesMads, Bekleidet, Amazed, Fashionpuppe, This is Jane Wayne, Style.de, Metropolitan Circus, Mija, Journelles und Oh Frantastic in einer für Smartphones optimierten Form. Die App ist bewusst sehr minimalistisch gehalten. Im Mittelpunkt steht das Foto.

User scrollen ganz einfach durch die Bildergalerie der in den Blogs gezeigten Kleidungsstücke und Accessoires, können mit einem Klick direkt zum Blogbeitrag springen, um mehr über die Produkte zu erfahren, oder den Artikel aus der App heraus direkt im Onlineshop des Modeblogs kaufen.

In der aktuellen Entwicklungsphase des Start-ups geht es den beiden Prefery-Gründern Marc Anders und Sebastian Oehlschläger vor allem darum, eine eigene Community aufzubauen. Erst wenn sie eine kritische Masse erreicht haben, wollen sie ein Geschäftsmodell ausrollen, an dem sie an den Online-Käufen der App-Nutzer verdienen können. Denn momentan profitieren ausschließlich die Blogs durch zusätzliche Visits und Affiliate-Deals vom Verkauf der besprochenen Produkte.

„Das Wichtigste ist für uns, unseren Nutzern relevante Inhalte zu liefern“, so Sebastian Oehlschläger. „Deshalb bauen wir Prefery Fashion News zusammen mit den absoluten Topblogs in Deutschland auf.“ Die Nutzerinnen sollen eine stets trendbewusste und aktuelle Auswahl an Mode angezeigt bekommen.

Auch Modeblogger können von dem neuen Angebot umfassend profitieren, „da sie in einem der am schnellsten wachsenden Umsatzkanäle überhaupt vertreten sind, ohne jeglichen Mehraufwand”, sagt Oehlschläger.

„Wir wollen unseren Content erweitern“, beschreibt Marc Anders die nächsten Schritte der Roadmap, „dabei aber relevant bleiben und nicht 100.000 Produkte zeigen“. Artikel aus weiteren Blogs sollen auf der Plattform gezeigt werden – auch Blogs für Männermode sollen später dazu kommen.

Marc Anders und Sebastian Oehlschläger haben das Start-up im April 2012 gegründet und zunächst eine Web-App gestartet, dann aber bald erkannt, dass ein mobiles Modeblog-Angebot in ihrem Marktsegment interessanter ist. Denn eine mobile Shopping-App für Modeblogs gab es noch nicht. „Wie sich heute zeigt, war das eine richtige Entscheidung“, sagt Anders.

Ein eigenes Büro haben die beiden Gründer noch nicht. Auch einen Investor, der den Ausbau der Plattform ermöglicht, haben sie noch nicht gefunden.

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