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Krankenkassen: Jede zweite überprüfte Klinikrechnung fehlerhaft ++ Energie: BDI-Präsident Grillo pocht auf Strompreisbremse ++ Finanzkrise: Zypern-Rettung: Keine Kapitalflucht aus Eurozone ++ Arbeitskampf: Amazon-Beschäftigte stimmen für Streik

Jede zweite überprüfte Klinikrechnung fehlerhaft

Die gesetzlichen Krankenkassen haben bei der Überprüfung von Krankenhausrechnungen eine Fehlerquote von 50 Prozent aufgedeckt. Der Medizinische Dienst habe im ersten Halbjahr 2012 elf Prozent aller Klinikabrechnungen überprüft, sagte Florian Lanz, der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, am Sonntag. Jede zweite Rechnung habe sich dabei als fehlerhaft erwiesen. Danach wurden die Kassen im vergangenen Jahr durch die fehlerhaften Abrechnungen mit hochgerechnet rund zwei Milliarden Euro belastet. Ein Teil dieser Summe konnte aber von den Kliniken zurückgeholt werden, sagte Lanz.

BDI-Präsident Grillo pocht auf Strompreisbremse

BDI-Präsident Ulrich Grillo pocht auf ein Gesetz zur Begrenzung der steigenden Energiekosten noch vor der Bundestagswahl. „Die Bundesregierung hat es in der Hand, für kurzfristige Entlastungen zu sorgen“, sagte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, dem „Spiegel“. „Bislang füllt sich der Finanzsäckel mit jeder Strompreiserhöhung automatisch. Das muss aufhören.“ Grillo forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich stärker für die Energiewende zu engagieren.

Zypern-Rettung: Keine Kapitalflucht aus Eurozone

Die Zypern-Rettung durch die Europäische Union, die eine Zwangsabgabe auf Einlagen bei zyprischen Banken umfasste, hat im März nicht zum Abzug von Einlagen aus anderen Euroländern geführt. Während zyprische Banken 1,8 Mrd. Euro an Einlagen verloren, sind die Guthaben in allen anderen Ländern der Eurozone außer in Belgien und Finnland angestiegen, wie Daten der Europäischen Zentralbank zeigen. Zyprische Einlagen sind gegenüber Februar um 3,9 Prozent auf 44,6 Mrd. Euro zurückgegangen – der zehnte Rückgang in Folge.

Amazon-Beschäftigte stimmen für Streik

Die Mitarbeiter am größten deutschen Amazon-Standort in Bad Hersfeld haben mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. Damit werde ein Arbeitskampf wahrscheinlicher, teilte Ver.di Hessen mit. An der Urabstimmung über den Streik beteiligten sich demnach 78 Prozent der Ver.di-Mitglieder an dem Standort, von denen 97,6 Prozent für Arbeitsniederlegungen stimmten. „Die Stimmung bei den Mitgliedern war außerordentlich gut“, erklärte die Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. Es gebe „eine große Erwartungshaltung, dass es jetzt endlich losgehen muss bei Amazon“.