Meldungen

WirtschaftsNews

Luftfahrt: Gewerkschaften drohen und setzten Lufthansa unter Druck ++ Autobauer: Opel verlässt Bochum ganz: Auch Lager wird geschlossen ++ Finanzen: Zypern bekommt EU-Hilfe für Wachstum und Jobs

Gewerkschaften drohen und setzten Lufthansa unter Druck

Der Druck auf die Lufthansa in den laufenden Tarifauseinandersetzungen steigt. Am Freitag verlangten gleich zwei Gewerkschaften tragfähige Angebote für neue Tarifverträge . Neben der Großgewerkschaft Ver.di, die am Montag den bislang schärfsten Warnstreik in der Geschichte der Lufthansa organisiert hatte, erheben nun auch die Piloten von der Vereinigung Cockpit (VC) ihre Ansprüche öffentlich. Vor der vierten Verhandlungsrunde am Montag erneuerte Ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle ihre Drohung mit weiteren Warnstreiks. Die „Vereinigung Cockpit“ verlangte für rund 5000 Piloten und Co-Piloten ultimativ ein verhandelbares Angebot. Sollte dies bis Mitte Mai nicht vorliegen, müsse man über Maßnahmen nachdenken, sagte ein VC-Sprecher in Frankfurt.

Opel verlässt Bochum ganz: Auch Lager wird geschlossen

Nach gut 50 Jahren will Opel Ende kommenden Jahres sein Ruhrgebietswerk in Bochum komplett schließen. Mit dem Ende der Autoproduktion werde auch das Zentrallager aufgegeben, bestätigte ein Bochumer Opel-Sprecher am Freitag. In dem Warenverteilzentrum, das Händler in ganz Europa beliefert, arbeiten rund 420 Menschen. In der Autoproduktion sind außerdem rund 3200 Menschen beschäftigt. Das Aus für das Zentrallager sei Folge des Neins der Bochumer Beschäftigten zum Opel-Sanierungsplan, sagte der Sprecher. Der von den Mitarbeitern abgelehnte und damit hinfällige Tarifvertrag hatte neben der Autoproduktion bis Ende 2016 einen Ausbau des Logistikzentrums vorgesehen.

Zypern bekommt EU-Hilfe für Wachstum und Jobs

Das krisengeschüttelte Zypern bekommt aus EU-Töpfen schneller Geld für Jobs und Wirtschaftswachstum. Die EU-Kommission verteilt dazu 21 Millionen Euro aus den europäischen Regionalfonds um. Die Gelder sollen nun kleinen und mittleren Unternehmen oder der Entwicklung von städtischen und ländlichen Gegenden zu Gute kommen. Das Geld stammt aus Töpfen, die bislang weniger stark angezapft wurden. „Die heutige Entscheidung wird Zypern helfen, mit dieser Krise besser zurecht zu kommen“, sagte der für die Regionalförderung zuständige Kommissar Johannes Hahn.