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Deutsche Wohnen kauft in Berlin 7800 Immobilien

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat bei einem weiteren großen Wohnungspaket zugeschlagen.

Das Unternehmen übernimmt rund 6900 Einheiten vom Finanzinvestor Blackstone in und um Berlin, wie beide Seiten am Freitag mitteilten. Insgesamt hat der Deal ein Volumen von knapp 400 Millionen Euro und zählt damit zu den größeren Transaktionen in Deutschland in diesem Jahr. Deutsche Wohnen kommt nun auf einen Bestand von über 90.000 Wohnungen – und ist auf Kurs, die Branchenführerschaft zu übernehmen. Blackstone hatte die Wohnungen erst im vergangenen Jahr nach dem Zusammenbruch von Level One übernommen.

„Erneut wachsen wir in Berlin, unserem wichtigsten Standort“, erklärte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn. Für das Wohnungsportfolio legt er 260 Millionen Euro in bar auf den Tisch. Zudem gibt der Konzern gut acht Millionen neue Aktien aus, die direkt an Blackstone gehen. Der Finanzinvestor wird damit künftig etwa fünf Prozent an der Immobiliengesellschaft halten.

Deutsche Wohnen ist seit Jahren auf Einkaufstour, war in den Bieterverfahren um die Wohnungsportfolios der LBBW und der BayernLB aber leer ausgegangen. Seither kauft Zahn in mittleren Dosen zu. Eine weitere Kapitalmaßnahme hatte sich zwar schon länger angedeutet. An der Börse kamen die Nachrichten zum Wochenausklang trotzdem nicht gut an: Die Deutsche-Wohnen-Aktie verlor zeitweise fast drei Prozent und rutschte damit ans Ende des Nebenwerteindex MDax.

Die Blackstone-Bestände, die nun von verschiedenen Einzelgesellschaften übernommen werden, liegen überwiegend in Berlin. Es handelt sich um gut vermietete Wohnungen, nicht um schwierige Portfolios. Daneben kaufte Deutsche Wohnen zuletzt ein kleineres Portfolio aus rund 900 Wohnungen in Berlin dazu – für 51 Millionen Euro in bar. Damit sind die Mittel, die der Konzern auf der hohen Kante hatte, weitgehend aufgebraucht.