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Umfrage: Frauen haben geringere Gehaltswünsche

Könnten Deutschlands Hochschulabsolventen sich ihren ersten Arbeitgeber aussuchen, würden sie bei Audi oder BMW anfangen.

Banker will kaum noch einer werden und auch Unternehmensberater sind in der Gunst kräftig gesunken, Das geht aus einer Befragung von mehr als 37.000 abschlussnahen Studierenden laut dem Graduate Barometer des Forschungsinstituts Trendence hervor.

Für rund 80 Prozent der Befragten bedeutet eine gute Work-Life Balance vor allem eins: flexible Arbeitszeiten. Uneinigkeit herrscht bei der Kinderbetreuung: Mehr als 50 Prozent der Frauen, aber weniger als 25 Prozent der Männer wünschen sich Möglichkeiten zur Kinderbetreuung am Arbeitsplatz. „Männliche Berufseinsteiger sehen das Thema Familienarbeit weniger bei sich, während es für Frauen bereits beim Uni-Abschluss wichtig ist“, so Trendence-Geschäftsführer Holger Koch. Große Unterschiede bestehen auch bei den Gehaltserwartungen. Koch: „Schon beim Berufseinstieg treten Frauen mit niedrigeren Erwartungen an als ihre männlichen Kommilitonen.“ Eine Absolventin mit Wirtschaftsabschluss erwartet heute nur 800 Euro mehr als vor zehn Jahren, nämlich 41.000 Euro. In der selben Zeit stieg die durchschnittliche Gehaltserwartung ihrer männlichen Kommilitonen um 4200 auf fast 47.000 Euro.