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Deutsche Post AG: Ein Ende der Warnstreiks ist nicht in Sicht ++ Luftfahrt: Dreamliner können nach Bränden bald wieder starten ++ Elektronik: Funkausstellung in Berlin ist bereits ausgebucht

Ein Ende der Warnstreiks ist nicht in Sicht

Deutsche Postkunden müssen weiterhin geduldig sein: Ein Ende der Warnstreiks bei der Deutschen Post AG ist nicht in Sicht. Seit Mitte der Woche blieben bereits mehr als zehn Millionen Sendungen im Land liegen. Ende der Woche traten nun Mitarbeiter in norddeutschen Briefzentren in den Ausstand, teilte die Gewerkschaft Ver.di mit. Ver.di fordert für 132.000 Beschäftigte der Post sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Die Deutsche Post hat bisher kein Angebot vorgelegt, sie will hart bleiben. Auch eine andere Branche streitet sich: Im Südwesten wiesen die Metallbeschäftigten ein Tarifangebot der Arbeitgeber von 2,3 Prozent mehr Lohn als „Unverschämtheit“ zurück. Anfang Mai wird weiter verhandelt, der Tarifbezirk hat Pilotcharakter.

Dreamliner können nach Bränden bald wieder starten

Die US-Behörden haben das neue Batteriesystem des Dreamliners von Boeing abgesegnet. Die Flugaufsicht FAA wird voraussichtlich kommende Woche das Flugverbot aufheben. Auch die japanischen Behörden signalisierten Zustimmung. Die FAA hatte im Januar ein Flugverbot für weltweit alle Dreamliner verhängt, nachdem die effiziente Lithium-Ionen-Batterie in mehreren Fällen überhitzte und es in zwei Maschinen zu Bränden kam. Boeing kann nun mit den Reparaturen beginnen. Theoretisch dauert es nach Boeing-Angaben nur fünf Tage, um einen Dreamliner auf das überarbeitete Batteriesystem umzurüsten. Der größte Dreamliner-Kunde, All Nippon Airways, will dem Vernehmen nach aber erst im Juni den regulären Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die Zwangspause kostet Boeing nach Expertenschätzung mindestens 600 Millionen Dollar.

Funkausstellung in Berlin ist bereits ausgebucht

Schon viereinhalb Monate vor Beginn ist die Internationale Funkausstellung (Ifa) ausgebucht. „Wir erwarten auch in diesem Jahr ein Flächenwachstum von mindestens zwei Prozent“, sagte Ifa-Direktor Jens Heithecker am Sonnabend. Um allen Ausstellern Platz zu bieten, würden wieder temporäre Hallen aufgestellt. Heithecker erwartet, den Rekordbuchungsstand des Vorjahres wieder zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Die Hersteller von Konsumentenelektronik und Hausgeräten erwarten Wachstumsimpulse. Die benötigen vor allem die Hersteller von TV-Geräten, die unter Überkapazitäten und Preisverfall leiden. 2012 hätten die Produzenten weltweit einen Verlust von mehr als zehn Milliarden Euro verbucht, so die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Die Ifa ist die weltweit bedeutendste Elektronikmesse.