Verbraucher

Milch und Butter werden von Mai an deutlich teurer

Verbraucher müssen ab Mai mehr für Milch und Milchprodukte wie Quark und Butter zahlen.

VBei den Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel hätten die Molkereien Preiserhöhungen durchgesetzt, berichtete die „Lebensmittelzeitung“. Erste Abschlüsse gab es demnach bereits mit Preisführer Aldi. Frische Milchprodukte werden demnach im Schnitt um zehn Prozent teurer. Bei Trinkmilch werde der Aufschlag vier bis fünf Cent betragen.

Das Milchangebot ist derzeit wegen des langen Winters gering. Auch auf dem Weltmarkt sei das Angebot wegen einer Dürre in Neuseeland gering, wie die „Lebensmittelzeitung“ schrieb. Der Deutsche Bauernverband (DBV) in Berlin bestätigte, er rechne in den kommenden Monaten mit einem Anstieg der Milchpreise, die Molkereien Bauern zahlen, um mehrere Cent. Grund sei vor allem die größere Nachfrage nach Milchpulver, Käse, Butter und Frischmilch weltweit. DBV-Vizepräsident Udo Folgart erklärte, ein höherer Milchauszahlungspreis sei „absolut geboten“. Damit könnten die Bauern endlich ihre höheren Kosten für Futtermittel, Düngemittel und Energie ausgleichen.

Die deutschen Bauern blicken nach dem langen Winter zuversichtlich ins laufende Jahr und fahren ihre Investitionen kräftig hoch. „Die Stimmung ist relativ optimistisch“, sagte der stellvertretende Generalsekretär des Bauernverbands, Udo Hemmerling. Ihre Investitionen wollen die deutschen Landwirte im kommenden halben Jahr auf 6,2 Milliarden Euro erhöhen, nachdem es von April bis September 2012 noch 5,3 Milliarden Euro gewesen waren. Dies geht aus einer Befragung von rund 1000 Betrieben für ein Konjunkturbarometer des Bauernverbands hervor.

Mehr investiert werden soll in Geräte und Maschinen, Hof- und Stalltechnik sowie Wirtschaftsgebäude. Der Boom bei erneuerbaren Energien ist aber vorbei, die Investitionen hierfür dürften bei insgesamt 600 Millionen Euro stagnieren. Ein Unsicherheitsfaktor ist, dass noch nicht feststeht, wie viel die EU künftig aus ihren Agrartöpfen an die Bauern überweist.Die lange Schneeperiode bis ins Frühjahr hinein hat vor allem das Geschäft vieler Gartenbaubetriebe getroffen, wie Hemmerling sagte.