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Deutsche Post: 400 Briefzusteller streiken in Berlin ++ EasyJet: Neuer Chef kommt aus dem Einzelhandel ++ Opel: Konzern schließt Werk in Bochum Ende 2014

400 Briefzusteller streiken in Berlin

In Berlin sind etwa 400 der insgesamt rund 4000 Paket- und Briefzusteller der Deutschen Post dem Aufruf der Gewerkschaft Ver.di zum Warnstreik gefolgt. Sie legten zwischen 5.30 und 11 Uhr die Arbeit nieder. Betroffen waren am Dienstag die Zustellbezirke Spandau, Tempelhof, Moabit, Charlottenburg und Schöneberg. Rund eine Million Postsendungen sollen nicht oder nur verzögert bearbeitet worden sein. Ver.di kündigte weitere Warnstreiks an. Auch in Baden-Würrtemberg gab es Warnstreiks. Die Gewerkschaft fordert für die 132.000 Beschäftigten der Post sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 140 Euro im Monat. Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifstreit ist für den 25. April geplant.

Neuer Chef kommt aus dem Einzelhandel

EasyJet bekommt einen neuen Chef: John Barton wird Mike Rake zum 1. Mai ablösen, wie der zweitgrößte europäische Billigflieger meldete. Barton, früher Chef des Einzelhändlers Next und des Versicherers Catlin Group, muss gleich zu Beginn über eine Großbestellung neuer Flugzeuge entscheiden. EasyJet interessiert sich derzeit sowohl für die Boeing 737 Max als auch den Airbus A320neo, beides energiesparende Flugzeuge. Die bestehende EasyJet-Flotte soll von 2017 an vergrößert werden. Damit soll Druck auf den größeren Konkurrenten Ryanair mit mehr Strecken und mehr Flugzeugen erhöht werden. Die deutsche Zentrale des britischen Billigfliegers Easyjet steht in Schönefeld.

Konzern schließt Werk in Bochum Ende 2014

Bei Opel ist das Aus für das Werk Bochum jetzt offiziell. Die Autoproduktion dort läuft Ende 2014 aus, wie der kriselnde Autohersteller in Rüsselsheim meldete. Der Aufsichtsrat haben einem entsprechenden Plan des Opel-Vorstandes zugestimmt. Ende März hatten die in der IG-Metall organisierten Opel-Beschäftigten in Bochum gegen den Sanierungsplan des Unternehmens für alle seine deutschen Werke gestimmt. Darin hatten Opel den Beschäftigten angeboten, die Autoproduktion in Bochum bis Ende 2016 laufen zu lassen und danach 1200 Mitarbeiter in Logistik und Fertigung von Autoteilen zu beschäftigen. Allerdings hatte das Unternehmen auch Einschnitte angekündigt.