E-Commerce

iPads für Kellner: Ein Start-up digitalisiert das Restaurant

9Cookies will das Bestellen im Restaurant digitalisieren. Das Start-up hat eine iPad-App für ein Kassensystem programmiert.

Ihr Kernstück ist eine in der Internet-Cloud gespeicherte Speisekarte. Deren einzelne Positionen erscheinen auf dem iPad des Kellners als Kacheln. Der Kellner gibt mit Klicks auf diese Vierecke die Bestellung seines Kunden ein. Diese wird per WLAN an die Küche oder Bar übertragen und gleichzeitig auf einem Server gespeichert. Nach dem Essen genügt ein weiterer Klick, um die Rechnung abzurufen. Der Kunde bezahlt in bar oder mit Kreditkarte. Die bargeldlose Zahlung erfolgt über die Payment-Plattform Sumup, mit der 9Cookies zusammenarbeitet.

Gründer Marcus Ross hat die Funktionalität des Berliner Online-Bestelldienstes Lieferheld in seine Plattform eingebunden. Lieferheld bietet Internetnutzern Speisekarten von Restaurants mit Lieferservice an, mit denen sie ihr Wunschessen nach Hause bestellen können. Diese Bestellungen werden bisher im Restaurant ausgedruckt und hinterher in ein Kassensystem eingegeben. Die 9Cookies-App kann diesen Medienbruch überbrücken und damit den Bestellvorgang vereinfachen. Von der Partnerschaft mit Lieferheld verspricht sich Ross, dass sich die Verbreitung der App beschleunigt. „Wir werden viel auf Partner setzen“, sagt er.

Bestandteil des Programms ist auch ein Restaurantmanager mit Analyse-Werkzeugen für den Wirt. Er kann unter anderem sehen, was seine Gäste wann konsumiert haben und welcher Kellner der fleißigste war. Das Gastro-Pad ist ab 129 Euro inklusive iPad erhältlich. Hinzu kommt eine Hardware-Gebühr von 499 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer).

Das im November 2012 gegründete Start-up mit 20 Angestellten verfügt über einen „hohen siebenstelligen Betrag“ an Wagniskapital. Zu den Investoren zählen David Khalil (eDarling), Christian Saller (Swoodoo) aber auch Lukasz Gadowski (Team Europe) und Florian Heinemann (ProjectA).