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Solar Millenium: Ex-Chef Utz Claassen darf Antrittsprämie behalten ++ Irland: Britischer Spekulant Leeson wird Kreditberater ++ Mitfahrzentrale: Französische BlablaCar startet in Deutschland

Ex-Chef Utz Claassen darf Antrittsprämie behalten

Der ehemalige Chef von Solar Millennium, Utz Claassen, darf die neun Millionen Euro Antrittsprämie behalten, obwohl er nur knapp drei Monate bei dem inzwischen insolventen Kraftwerksentwickler im Amt war. Im Gegenzug ist seine Schadenersatzforderung über rund 200 Millionen Euro vom Tisch, wie Solar Millennium meldete. Allein die Forderung gegen die US-Töchter der Solar Millennium von ebenfalls etwa 200 Millionen Euro werde Claassen weiterverfolgen. Er habe sich aber verpflichtet, die Gläubiger des Konzerns mit 25 Prozent an etwaigen Erlösen aus dem Verfahren zu beteiligen.

Britischer Spekulant Leeson wird Kreditberater

Nick Leeson, dessen Spekulationen die britische Bank Barings ruinierten, wird künftig für GDP Partnership irische Schuldner beraten, die nach dem Kollaps am Immobilienmarkt ihre Kredite neu verhandeln wollen. Der Brite Leeson, der seit mehr als zehn Jahren in Irland lebt, hatte als Chefhändler bei Barings in Singapur 1995 Verluste von 1,4 Milliarden Dollar angehäuft. Die Bank brach zusammen und ihre Vermögenswerte wurden für ein Pfund an die niederländische ING verkauft.

Französische BlablaCar startet in Deutschland

Der Mitfahr-Vermittler BlablaCar bietet seinen Internet-Dienst nun auch in Deutschland an. Dies sei das zehnte Land, in dem das 2006 in Frankreich gegründete Unternehmen aktiv sei, sagte Geschäftsführer Olivier Bremer. BlablaCar will auch davon profitieren, dass der deutsche Marktführer Mitfahrgelegenheit.de eine Vermittlungsgebühr einführt.