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Frankreich: Regierung senkt Wachstumsprognose ++ Niederlande: Russland baut neuen Ölterminal in Rotterdam ++ Europa: UN rechnen mit höherem Risiko sozialer Unruhen ++ Zypern: Bankkunden verlieren mehr als die Hälfte ihrer Einlagen

Regierung senkt Wachstumsprognose

Die französische Regierung verabschiedet sich Stück für Stück von ihren Wachstumszielen. Finanzminister Pierre Moscovici hat die Konjunkturprognose für dieses und das kommende Jahr deutlich gesenkt. Demnach wird es 2013 nur ein Miniwachstum von 0,1 Prozent geben, für 2014 werden 1,2 Prozent erwartet. Damit schwenkt Paris auf die Vorhersagen der EU-Kommission ein. Zuvor hatte die Regierung von Präsident François Hollande noch ein Wachstum von 0,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für dieses und 2,0 Prozent für das kommende Jahr angepeilt.

Russland baut neuen Ölterminal in Rotterdam

Russland und die Niederlande errichten einen gemeinsamen Erdölterminal im Rotterdamer Hafen. Das Projekt mit Baukosten von rund 800 Millionen Euro solle 2014 in Angriff genommen werden, sagte Wirtschaftsminister Henk Kamp im niederländischen Fernsehen NOS. Mit dem Terminal sollen die russischen Ölexporte über den größten europäischen Hafen deutlich ausgeweitet werden. Bereits jetzt kommen 30 Prozent des Rohöls sowie 45 Prozent der Ölprodukte, die in Rotterdam umgeschlagen werden, aus Russland.

UN rechnen mit höherem Risiko sozialer Unruhen

Die Vereinten Nationen sehen wegen der Wirtschafts- und Währungskrise ein erhöhtes Risiko sozialer Unruhen in der EU. Die zur UN gehörende Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gehe davon aus, dass das Risiko vor allem in Ländern wie Zypern, Griechenland, Portugal und Italien stark gestiegen sei, berichtete der „Spiegel“. In Deutschland, Finnland und Belgien hingegen sei das Risiko gesunken. Die ILO messe das Risiko mit einem speziellen Indikator, der derzeit um zwölf Punkte höher liege als vor Ausbruch der Finanzkrise.

Bankkunden verlieren mehr als die Hälfte ihrer Einlagen

Schlechte Nachrichten für die Kunden der schwer angeschlagenen Bank of Cyprus. Ihnen steht wohl der Verlust von mehr als der Hälfte ihrer Einlagen über 100.000 Euro bevor. Wie der staatliche Rundfunk Zyperns berichtete, berechnen zurzeit Experten der Zentralbank des Landes und der Bank of Cyprus die genaue Höhe der Zwangsabgabe. Dabei geht es neben den ohnehin einbehaltenen 37,5 Prozent der Guthaben um weitere 21,5 Prozent, die als „Sicherheitspolster“ blockiert wurden. Quellen aus der Zentralbank sagten dem Sender zufolge, dass die Kunden wohl mehr als die Hälfte dieser 21,5Prozent abschreiben müssten.