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Beschäftigung: Neuer Rekord: Zwölf Prozent Arbeitslose in der Euro-Zone ++ Energie: Trotz Atomwende: Export von Strom gesteigert ++ Inflation: Teuerung in Deutschland schwächt sich weiter ab

Neuer Rekord: Zwölf Prozent Arbeitslose in der Euro-Zone

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone hat mit einer Quote von 12,0 Prozent ein neues Rekordhoch erreicht. „Das ist eine Tragödie für Europa“, erklärte der EU-Kommissar für Beschäftigung, László Andor, in Brüssel. In den 17 Ländern der Währungsunion waren nach den Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat im Februar 19,071 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit; in der gesamten EU 26,338 Millionen. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Monaten auf immer neue Rekordstände angewachsen war, wurde die Zwölf-Prozent-Marke Eurostat zufolge jetzt schon im zweiten Monat in Folge erreicht, da Eurostat die Quote für den Januar nun nachträglich nach oben korrigierte.

Trotz Atomwende: Export von Strom gesteigert

Deutschland hat im ersten Jahr nach der Energiewende seine Stromausfuhren vervierfacht. 2012 sei der Überschuss der Stromexporte auf 22,8 Terawattstunden (TWh) gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. „Damit wurde im Jahr 2012 der höchste Überschuss der letzten vier Jahre erzielt“, erklärte die Behörde. Während die Stromwirtschaft trotz dieser Entwicklung vor Lücken bei der Versorgungssicherheit warnte, sahen die Grünen in den Zahlen einen Beleg für den Erfolg der Energiewende weg von der Atomkraft hin zu Strom aus regenerativen Quellen. Im Einzelnen importierte Deutschland im vergangenen Jahr 43,8 TWh Strom und führte 66,6 TWh aus.

Teuerung in Deutschland schwächt sich weiter ab

Die Inflation in Deutschland ist dank sinkender Sprit- und Heizölpreise weiter auf dem Rückmarsch. Die Jahresteuerung ging von 1,5 Prozent im Februar auf 1,4 Prozent im März zurück, berichtete das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Schätzungen. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2010. Damals lag die Inflationsrate bei 1,3 Prozent. Gegenüber Februar stiegen die Verbraucherpreise allerdings um 0,5 Prozent. Vor allem Bekleidung und Schuhe wurden binnen Monatsfrist teurer. Deutlich weniger als im vergangenen März mussten Verbraucher für Sprit, Diesel und Heizöl zahlen. Die Preise sanken nach Angaben der Wiesbadener Behörde um jeweils mehr als fünf Prozent.