Meldungen

WirtschaftsNews

Libor-Skandal: US-Gericht weist private Einzelkläger ab ++ Energiewende: Strombedarf erstmals durch erneuerbare Energie gedeckt ++ Metro: Keine schnelle Rückkehr in den Deutschen Aktienindex

US-Gericht weist private Einzelkläger ab

Die an den weltweiten Zinsmanipulationen beteiligten Banken können aufatmen: Ein New Yorker Gericht hat eine Serie von privaten Schadenersatz-Klagen gegen die Geldhäuser abgewiesen. In den 22 Klagen – eingereicht von Anleihegläubigern wie dem Börsenhändler Charles Schwab und der Stadt Baltimore – ging es um Milliardensummen, die die 16 an der Ermittlung des Londoner Interbanken-Zinssatzes Libor beteiligten Institute zahlen sollten. Darunter auch die Deutsche Bank. Von den Libor-Zinssätzen hängen weltweit Finanzgeschäfte im Volumen von rund 550 Billionen Dollar ab – vom Hypothekenkredit bis zur komplizierten Derivate-Transaktion. Händler von 16 Instituten sollen durch falsche Meldungen die Zinsen zu ihren Gunsten verzerrt haben – um Handelsgewinne einzustreichen.

Strombedarf erstmals durch erneuerbare Energie gedeckt

An Ostern könnte erstmals der gesamte Stromverbrauch von Deutschland durch erneuerbare Energien gedeckt werden. „Bei sonnigem und windigem Wetter kann es an Pfingsten, möglicherweise aber auch schon an Ostern zum ersten Mal in Deutschland Stunden geben, an denen rechnerisch der komplette Strombedarf durch erneuerbare Energie gedeckt ist“, sagte der Direktor der Lobbyorganisation „Agora Energiewende“, Rainer Baake, „Handelsblatt Online“. Die erneuerbaren Energien können derzeit rechnerisch bis zu 70 Gigawatt ins Netz einspeisen, wobei Wind- und Photovoltaik-Anlagen auf einen Beitrag von je 32 Gigawatt kommen. Um die 100-Prozent-Marke bei der Stromversorgung zu erreichen, müssen nicht nur die Wetterverhältnisse stimmen, sondern auch Unternehmen und Geschäfte geschlossen haben, wodurch an Feiertagen der Strombedarf in Deutschland auf ein niedrigeres Niveau sinkt.

Keine schnelle Rückkehr in den Deutschen Aktienindex

Metro -Chef Olaf Koch hat keine Eile, den Düsseldorfer Handelskonzern zurück in den Dax zu bringen. „Natürlich wollen wir zurück in den Dax“, sagte Koch der „Rheinischen Post“. „Aber wir machen einen Schritt nach dem anderen. Wer nur auf kurzfristige Erfolge schaut, ist ein Spekulant.“ Metro war Ende September aus dem Leitindex abgestiegen. Die Metro AG selbst notierte erstmals 1996 im Dax. In der Regel sind der Dax als Leitindex und die darin vertretenen Werte für internationale Investoren interessanter als Aktien aus der zweiten und dritten Börsenliga. Um wieder in den Dax einzuziehen, müsste Metro seinen Aktien wieder auf die Sprünge zu helfen. Doch die Aussichten sind trübe: Für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erwartet der Handelskonzern unter dem Strich einen Gewinn „nahe Null“.