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Bahn: Noch immer kein Liefertermin für ICE-3-Züge ++ VW: Behörden in China fordern Rückruf von Fahrzeugen ++ BMW: Top-Manager sollen künftig erst mit 62 in Rente gehen ++ Werkverträge: Von der Leyen will Lohndumping bekämpfen

Noch immer kein Liefertermin für ICE-3-Züge

Siemens kann der Deutschen Bahn noch immer keinen Liefertermin für 16 seit Langem bestellte ICE-3-Züge nennen. Das sagte am Sonnabend ein Siemens-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. „Wir sind mit der Bahn und dem Eisenbahnbundesamt im engen Austausch, einen neuen Zeitplan zu erarbeiten“, sagte Siemens-Sprecher Henning Wulf. Es sei aber noch zu früh, einen Termin festzulegen. Die Zulassung der Züge war im Dezember 2012 überraschend gestoppt worden. Sie sollten helfen, Zugausfälle im Winter auszugleichen. Mittlerweile sind die Züge seit mehr als einem Jahr überfällig. Die Bahn hatte die Züge Ende 2008 bestellt.

Behörden in China fordern Rückruf von Fahrzeugen

Die chinesischen Behörden haben den deutschen Autohersteller VW aufgefordert, Fahrzeuge mit Direktschaltgetriebe zurückzurufen. Defekte an dem Getriebe könnten zu Motorpannen führen und damit ein Sicherheitsrisiko darstellen, teilte die chinesische Behörde für Produktqualität (AQSIQ) mit. Sollte VW seinen „rechtlichen Verpflichtungen“ nicht nachkommen, werde die Behörde die Rückrufaktion für die betroffenen Fahrzeuge anordnen. Laut einem Bericht im chinesischen Fernsehen sind mehr als 500.000 Fahrzeuge betroffen.

Top-Manager sollen künftig erst mit 62 in Rente gehen

BMW will seine Topmanager nicht länger schon mit 60 in Rente schicken. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtet unter Berufung auf mehrere Aufsichtsräte, die Altersgrenze werde in einem ersten Schritt auf 62 Jahre erhöht werden. Der stellvertretende BMW-Aufsichtsratsvorsitzende und Betriebsratschef Manfred Schoch sagte der Zeitung: „Wenn einer in der Fertigung bis 67 arbeitet, dann kann der Manager nicht mit 60 das Büro verlassen.“ Vorstandschef Norbert Reithofers jetziger Vertrag läuft im Jahr 2016 aus, dann wird er 60.

Von der Leyen will Lohndumping bekämpfen

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will verstärkt gegen Lohndumping bei Werkverträgen vorgehen. „Eine hoch flexible Wirtschaft wie die deutsche braucht Werkverträge, aber sie dürfen nicht als neues Schlupfloch für Lohndumping missbraucht werden“, sagt von der Leyen. Im Januar hatte schon Bundeskanzlerin Angela Merkel Handlungsbereitschaft erkennen lassen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, die Mitbestimmungsrechte so auszuweiten, dass der Betriebsrat der Fremdvergabe von Leistungen grundsätzlich zustimmen muss.