Technologie

Start-up Ausstellung zeigt Schweden als Land der Innovation

Schweden präsentiert sich mit einer Ausstellung in seiner Berliner Botschaft als Erfindernation.

– „Innovative Sweden“ ist die Präsentation der Start-ups überschrieben, die am Dienstag von der schwedischen Wirtschaftsministerin Annie Lööf eröffnet wurde. Sie zeigt 20 Hightech-Erfindungen.

Die Schweden haben nicht nur Ikea erfunden. Der Sicherheitsgurt entstand in Volvo-Laboren. Der erste Herzschrittmacher wurde in Stockholm erprobt. Und ohne die Technologie des schwedischen Netzausrüsters Ericsson wäre Mobilfunk kaum vorstellbar. Schweden ist ein Land der Erfinder. Vier Prozent des Brutto-Inlandsprodukts fließen in Forschung und Entwicklung. Schweden rangiert damit unter den ersten drei Nationen weltweit.

Die meisten Start-ups zeigen Produkte, die von Ingenieuren entwickelt wurden. Hippe Internet-Start-ups nach Berliner Art bilden eher die Ausnahme. Am ehesten in diese Richtung geht „Memoto“ ein winzige Kamera, die man sich ansteckt. Sie zeichnet täglich 2000 Fotos auf. Eine Software fasst sie in Momente zusammen, die sich speichern und teilen lassen.

Der Roboterhandschuh von „Bioservo“ erzeugt Muskelkraft und ermöglicht es alten oder kranken Menschen, ihre Greiffähigkeit zurückzugewinnen. Die interaktive Brille von „Penny“ ermöglicht ihrem Träger, mit Kopf- und Kinnbewegungen eine Maschine zu steuern. Die Hände bleiben frei für andere Tätigkeiten. „Saplo“ analysiert Texte und erfasst die in ihnen ausgedrückten Gefühle. Unternehmen können damit ihre Wahrnehmung in sozialen Netzwerken analysieren. Und „Peepoople“ ist eine mobile Einwegtoilette, die die Verbreitung von Krankheitserregern eindämmt und 2,6 Milliarden Menschen in unterentwickelten Ländern mehr Lebensqualität verschafft.

Die Ausstellung in der schwedischen Botschaft, Rauchstraße 1 (Tiergarten) ist bis 3. Mai, Mo.–Fr., 10–19 Uhr, Sbd.–So., 11–16 Uhr (So., 14 Uhr, mit Führung), geöffnet.