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ThyssenKrupp: Ex-Henkel-Chef Lehner könnte Cromme nachfolgen ++ Lufthansa: Christine Behle geht für Ver.di in den Aufsichtsrat ++ Evonik: Staatsfonds aus Singapur steigt bei Chemiekonzern ein ++ Tom Tailor: Modekonzern peilt Umsatz von eine Milliarde Euro an

Ex-Henkel-Chef Lehner könnte Cromme nachfolgen

Der frühere Chef des Konsumgüterkonzerns Henkel, Ulrich Lehner, ist als Nachfolger an der Spitze des Aufsichtsrats von ThyssenKrupp im Gespräch. Das berichten mehrere Zeitungen. Der 66-jährige Lehner, Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom, gehört dem ThyssenKrupp-Aufsichtsrat seit 2008 an. Er würde Gerhard Cromme nachfolgen, der am Freitag zurückgetreten war. Auch der ehemalige BDI-Chef Hans-Peter Keitel, der seit 2010 im Kontrollgremium sitzt, wurde als Cromme-Nachfolger gehandelt. „Spekulationen kommentieren wir nicht“, sagte ein Sprecher von ThyssenKrupp .

Christine Behle geht für Ver.di in den Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG wird künftig eine Frau führend die Arbeitnehmerinteressen vertreten. Bei einer Delegiertenwahl am Samstag wurde das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle als Nachfolgerin von Gewerkschaftschef Frank Bsirske in das Aufsichtsgremium gewählt. Ob Behle von ihrem Vorgänger auch den stellvertretenden Vorsitz übernimmt, ist noch nicht entschieden. Verdi stellt mit vier von zehn Vertretern aber die größte Fraktion vor der Vereinigung Cockpit und der Kabinengewerkschaft UFO mit je zweien.

Staatsfonds aus Singapur steigt bei Chemiekonzern ein

Der Chemiekonzern Evonik hat vor seinem geplanten Börsengang einen neuen Ankerinvestor gewonnen. Der singapurische Staatsfonds Temasek steigt für deutlich mehr als 600 Millionen Euro bei dem Unternehmen ein und erhält dafür fünf Prozent der Anteile, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen aus dem Umfeld der beiden Evonik-Eigentümer sagten. Evonik selbst, die mit 75 Prozent beteiligte RAG-Stiftung und der mit einem Viertel beteiligte Finanzinvestor CVC wollten sich nichtäußern.

Modekonzern peilt Umsatz von eine Milliarde Euro an

Der Modekonzern Tom Tailor will die Milliardengrenze beim Umsatz knacken. „Das kann schon 2014 passieren“, sagte Vorstandschef Dieter Holzer. Zwar komme Tom Tailor 2012 noch auf einen Umsatz von 625 bis 635 Millionen Euro. Darin sei die 2012 übernommene Marke Bonita aber noch nicht vollständig enthalten. „2013 ist das anders. Und da werden wir beim Umsatz die Marke von 900 Millionen Euro überschreiten“, kündigte Holzer an. Beim geplanten Wachstum setzt Tom Tailor vor allem auf eigene Läden. „Aktuell betreiben wir rund 1.300 Filialen mit den beiden Konzernmarken Tom Tailor und Bonita. Ziel ist es, jedes Jahr rund 100 weitere Filialen zu eröffnen, 60 für Tom Tailor und 40 bei Bonita.“