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Facebook baut um und schafft Raum für mehr Anzeigen

Facebook räumt bei der Anzeige von Neuigkeiten mehr Platz für Fotos und Videos ein. Außerdem kann man jetzt gezielt Informationen zu einzelnen Themenbereichen wie Musik oder Spiele aufrufen.

„Wir werden jedem die beste personalisierte Zeitung der Welt bieten“, kündigte Firmen-Gründer Mark Zuckerberg an. Der sogenannte Newsfeed mit den Neuigkeiten von Freunden und abonnierten Quellen ist die zentrale Ansicht des Dienstes für die mehr als eine Milliarde Facebook-Nutzer weltweit.

Das neue Design mit Fotos im Großformat ist stark an die Apps für Smartphones und Tablets angelehnt. Künftig soll Facebook auf allen Geräten gleich aussehen. Zuckerberg hatte bereits im Januar angekündigt, der Newsfeed solle stärker auf Fotos, Videos und relevante Werbung zugeschnitten werden. Werbekunden wünschten sich mehr Multimedia-Inhalte, und da habe Facebook bisher nicht so viel zu bieten, sagte er damals. Jetzt wurde das Thema Werbung kaum erwähnt.

Facebook muss Geld mit Werbung verdienen, kann es sich aber nicht leisten, seine Nutzer durch zu viel Werbung zu verärgern. Auslöser für den Umbau ist letztlich das Abwandern der Facebook-Mitglieder auf Smartphones und Tablets. Auf dem großen Computer-Display ist es kein Problem, am Rand Werbung einzublenden, ohne dass die Nutzer sich gestört fühlen. Auf den kleineren Bildschirmen der mobilen Geräte müssen die Anzeigen aber direkt in den Nachrichtenstrom integriert werden. Mit dem neuen Design schafft der Konzern die Voraussetzung für größere und gezielter platzierte Anzeigen.