Haushalt

US-Sparprogramm verlängert Kontrollen für Urlauber

Die drastischen Sparmaßnahmen in den USA treffen jetzt auch die Urlauber.

Sie müssen sich in den nächsten Monaten auf längere Wartezeiten bei der Einreise in die Vereinigten Staaten einstellen. Nach dem Inkrafttreten der Sparmaßnahmen würden die Schlangen an der Passkontrolle länger, meldete die Gewerkschaft der Zoll- und Grenzbeamten (NTEU). Alle von der Gewerkschaft vertretenen Mitarbeiter, darunter auch Manager und Abteilungsleiter, müssten bis zu 14 Tage unbezahlten Urlaub nehmen. Entsprechende Schreiben seien an alle Angestellten verschickt worden. Das bedeutet, dass weniger Personal bei der Einreise kontrolliert.

Am Flughafen Orlando im US-Bundesstaat Florida mussten Passagiere aus Deutschland und Großbritannien dem „Orlando Business Journal“ zufolge in dieser Woche zwei Stunden an der Passkontrolle warten – statt der üblichen 45 Minuten. Je länger die Sparmaßnahmen dauerten, desto schlimmer werde es, vor allem mit Blick auf die Sommerreisezeit, warnte der NTEU-Vorsitzende Colleen Kelley. US-Präsident Barack Obama hatte Anfang März Kürzungen quer durch alle Ressorts von 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) für das laufende Haushaltsjahr angeordnet. Republikaner und Demokraten hatten sich zuvor nicht auf einen Sparhaushalt einigen können.