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Großkonzerne: Kanzlerin droht deutschen Firmen mit Frauenquote ++ Daimler: Autobauer zahlt jedem Mitarbeiter 3200 Euro Bonus ++ Veterinärbehörde: Verdacht auf Gammelfleisch in polnischen Würsten

Kanzlerin droht deutschen Firmen mit Frauenquote

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die deutsche Wirtschaft zu mehr Engagement bei der Beförderung von Frauen in Spitzenpositionen aufgefordert. „Wir sind jetzt als Bundesrepublik schon sehr alt – wenn man mal überlegt, weit über die 60“, sagte sie nach einem Spitzengespräch mit den vier führenden Wirtschaftsverbänden auf der Münchner Handwerksmesse. „Und da könnte man jetzt mal langsam dazu kommen, dass auch in Aufsichtsräten mehr Frauen sind.“ Die Unternehmen müssten freiwillig bis Ende des Jahrzehnts den Frauenanteil in Aufsichtsgremien auf 30 bis 40 Prozent erhöhen, sagte Merkel. „Wenn uns das nicht gelingt, dass wir das auf dem freiwilligen Weg schaffen, dann wird die Gefahr oder die Möglichkeit, dass wir gesetzlich handeln müssen, steigen.“ Die Bundesregierung lehnt eine Frauenquote bisher ab.

Autobauer zahlt jedem Mitarbeiter 3200 Euro Bonus

Rund 130.000 Tarifbeschäftigte beim Autobauer Daimler dürften sich diesmal über je 3200 Euro Erfolgsbonus freuen. Das Geld fließt mit dem Aprilgehalt als Ergebnisbeteiligung für das vergangene Jahr, wie der Konzern in Stuttgart meldete. Es handele sich um die dritthöchste Prämie seit Einführung der Belohnung 1997. Vor einem Jahr hatte Daimler mit 4100 Euro rückwirkend für sein Rekordjahr 2011 auch die Tarifbeschäftigten belohnt. 2007 hatte es knapp 4000 Euro gegeben. Der Autobauer kündigte an, das System seiner Bonusberechnung umzustellen und mit einer klaren Formel transparenter zu machen.

Verdacht auf Gammelfleisch in polnischen Würsten

Ein Betrieb in Polen soll Gammelfleisch zu Würsten und Fleischwaren verarbeitet haben. Die Produkte wurden dem Bericht zufolge auch nach Deutschland, Irland, Großbritannien und Litauen geliefert. Die Oberste Veterinärbehörde teilte am Freitagabend mit, dass Inspektoren in dem Firmenlager Produkte mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum entdeckt hätten. Die Behörde habe die Staatsanwaltschaft in Bydgoszcz über den Fund informiert. Die örtliche Veterinärbehörde solle prüfen, ob die Aufsichtspflicht verletzt worden sei. Zuvor hatte der Fernsehsender TVN berichtet, das Unternehmen habe verdorbene Waren mit frischem Fleisch vermischt.