Handel

Überraschend gute Nachrichten aus China für Weltkonjunktur

Ein überraschend starker Anstieg der chinesischen Ausfuhren weckt Hoffnungen auf eine Erholung der Weltkonjunktur.

Chinas Exporte seien im Februar um 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, berichtete die staatliche Zollverwaltung in Peking. Allerdings deutet ein unerwartet starker Rückgang der Importe um 15,2 Prozent auch auf anhaltende Unsicherheiten für die chinesischen Konjunktur und einen schwachen Konsum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde hin.

Chinas Handelsminister Chen Deming zeigte sich am Rande der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking auch nur vorsichtig optimistisch, dass sich der Außenhandel in diesem Jahr „leicht verbessert“. Nach 6,2 Prozent im Vorjahr soll der Handel des Exportweltmeisters in diesem Jahr um acht Prozent zulegen, hatte die Regierung auf der Sitzung des Parlaments als Ziel vorgegeben.

Experten waren aber überrascht über den unerwartet starken Anstieg der Exporte im Februar auf 139 Milliarden Dollar (106 Milliarden Euro). Die Steigerung der Ausfuhren deute auf stärkere Nachfrage in den USA und anderen Schwellenländern hin, meldete der Zoll der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge.

Mit dem schuldengeplagten Europa – dem größten chinesischen Handelspartner – wuchs der Handel in den ersten beiden Monaten des Jahres um drei Prozent, während der Austausch mit den USA um 14,8 Prozent zulegte. Der Handel mit Japan fiel hingegen um 8,2 Prozent.

Schwache Exportzahlen in Südkorea und Taiwan hatten eigentlich auch für China schlechtere Zuwächse erwarten lassen. Auch fiel das chinesische Neujahrsfestes in diesem Jahr in den Februar. Insofern wurde der starke Anstieg „durchweg positiv“ bewertet.