Technik

Apple steigt offenbar in Geschäft mit Musik-Streaming ein

Apple prüft eine Zusammenarbeit mit dem von US-Hip-Hop-Musiker Dr Dre und Musikproduzent Jimmy Iovine gegründeten Kopfhörerhersteller Beats Electronics.

Es gehe dabei um den von Beats geplanten Musik-Streaming-Dienst Daisy, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Apple-Chef Tim Cook sei deswegen kürzlich mit Eminem-Entdecker Iovine in Los Angeles zusammengekommen. An dem Treffen habe auch Apples Internetchef Eddy Cue teilgenommen, der für den marktbeherrschenden Musik-Online-Laden iTunes zuständig ist. Apple und Beats wollten dazu keine Stellungnahme abgeben.

In Branchenkreisen wird seit Längerem darüber gesprochen, dass Apple sein iTunes-Angebot mit einem Musik-Streaming-Dienst ergänzen will. iTunes bietet eine Vielzahl von Musiktiteln zum Kauf an. Die Firma Beats, die sich mit Qualitätslautsprechern einen Namen machte, hat bisher eine Partnerschaft mit Apple-Rivale HTC. Erst am Dienstag hatte Beats mitgeteilt, für Daisy eine Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Dollar sichergestellt zu haben. Das Geld kommt unter anderem von Warner-Music-Eigner Len Blavatnik und dem australischen Finanzier James Packer. Daisy soll Ende des Jahres an den Start gehen.

Die Musikindustrie kämpft seit Jahren mit sinkenden Einnahmen aus dem Verkauf von CDs. Angesichts des Booms bei Smartphones und Tablets erwärmen sich viele Unternehmen dafür, mit den Gebühren für Musik-Streaming-Dienste Geld zu verdienen. Dabei kauft der Hörer die Musik nicht, kann sie jedoch online immer wieder abrufen.