Unternehmen

Briten wollen deutschen Fernbus-Markt erobern

In den noch jungen Markt für Linienverkehr mit Fernbussen in Deutschland drängt ein potenter Anbieter aus Großbritannien.

Unter der Marke „city2city“ will das börsennotierte Unternehmen National Express von April an Fernbusverbindungen in Deutschland anbieten. Auf zunächst drei Linien über Frankfurt sollen das Rheinland, das Ruhrgebiet sowie die süddeutschen Städte Stuttgart, München und Augsburg miteinander verbunden werden, kündigte Deutschland-Chef Roderick Donker van Heel in Frankfurt an. Im Laufe des Jahres sollen weitere Großstädte in Nord- und Ostdeutschland angebunden werden.

Auf dem seit Jahresbeginn liberalisierten deutschen Markt tummeln sich eine Reihe von Anbietern. Neben jungen Start-up-Unternehmen wie DeinBus, FlixBus oder MeinFernbus hat in dieser Woche auch die Deutsche-Bahn-Tochter Berlin Linien Bus den Ausbau ihres Netzes angekündigt.

Man werde einen erheblichen Werbeaufwand treiben und Tickets zu sehr günstigen Einführungspreisen verkaufen, da die deutschen Konsumenten noch keine genaue Vorstellung vom Produkt Fernbus hätten. „Wir wollen innerhalb von fünf Jahren die Nummer eins in Deutschland werden“, sagte der National-Express-Chef. Entscheidend seien Preis und Service.

Das Unternehmen hat wie wichtige Wettbewerber auch zunächst mittelständische Busunternehmen als Subunternehmer mit den Verkehren beauftragt.