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Autovermieter Sixt greift Berliner Start-ups mit Chauffeurdienst an

Angekündigt hatte es Deutschlands größter Autoanbieter bereits, jetzt startet er das Angebot: Sixt will den Taxis in Deutschland mit einem neuen Chauffeurdienst Konkurrenz machen.

Unter dem Namen „myDriver“ bietet das Unternehmen jetzt in Berlin, München, Düsseldorf und anderen Großstädten einen Fahrerdienst rund um die Uhr, wie Sixt auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin ankündigte. In der billigsten Buchungsklasse sollen die Preise knapp unterhalb der Kosten für ein Taxi liegen. Buchbar sind aber auch luxuriöse Limousinen.

Eine Fahrt vom Gendarmenmarkt bis zum Flughafen Tegel beispielsweise kostete am Mittwochabend in der Business-Klasse (zum Beispiel BMW 5er) 25 Euro, mit einer Mercedes-S-Klasse 45 Euro und mit einem Fahrzeug der Economy Klasse 20 Euro (zum Beispiel Opel Zafira). Ein Taxi kostet rund 22 Euro. Eine Tour von Mitte nach Schönefeld 37,55 Euro in der Business-Klasse; Taxi 37 Euro.

In allen Wagenklassen gelten Festpreise, bezahlen können die Kunden per Kreditkarte. Das Potenzial für das neue Angebot ist aus Sicht von Sixt groß: In den kommenden Monaten soll „myDriver“ nach dem Start in den Großstädten auch auf andere Regionen ausgeweitet werden, auch das europäische Ausland. Ziel sind nach Angaben eines Sixt-Sprechers in fünf Jahren rund eine Million Fahrten pro Monat.

In Berlin sind bereits Start-ups mit einem ähnlichen Angebot auf dem Markt. Blacklane etwa bietet die Fahrt vom Gendarmenmarkt zum Flughafen Tegel für 28,44 Euro (Business) oder 42,68 Euro (S-Klasse) an. Nach Schönefeld werden in der Business-Klasse 46,02 Euro verlangt. Bei der US-Konkurrenz von Uber lässt sich ebenfalls ein Chauffeur mit Auto bestellen – bequem über eine App genannte Anwendung auf dem Smartphone. Die Fahrt von Berlin-Mitte nach Schönefeld kostet dort 75 Euro. Blacklane hatte sein Chauffeurangebot zuletzt auch in Paris und London gestartet.