Internet

Telekom und Fon schaffen 2,5 Millionen Wlan-Hotspots

Die Deutsche Telekom will den schnellen Internet-Zugang unterwegs durch die Nutzung privater Festnetz-Anschlüsse per Wlan massiv ausweiten.

Der Konzern kooperiert dafür in Deutschland mit dem Startup-Unternehmen Fon, das Nutzern eine einfache Möglichkeit bietet, Wlan-Netze miteinander zu teilen. Die Telekom ist über ihre Wagniskapitaltochter an dem spanischen Startup beteiligt, der Konzern hält rund drei Prozent.

Durch die Zusammenarbeit mit Fon sollen Kunden zum Jahr 2016 Zugriff auf 2,5 Millionen neue Wlan-Hotspots haben, kündigte Deutschlandchef Niek Jan van Damme am Montag auf der Cebit in Hannover an. Der Telekom gehören heute rund 12 000 Hotspots. Die zeitlich unbegrenzte Partnerschaft soll ab Sommer greifen. In den kommenden Jahren will die Telekom auch den Internet-Empfang in der Bahn verbessern: Bis 2014 soll es Hotspots in 255 ICE-Zügen geben.

Die Kooperation mit Fon unter dem Namen „WLan to go“ soll auch das Mobilfunk-Netz der Telekom entlasten, durch das mit der Ausbreitung von Smartphones und Tablets immer mehr Daten fließen. Einer Studie des Netzwerkausrüsters Ericsson zufolge wird die Datenmenge pro Handy auf 1,9 Gigabyte im Monat zunehmen – 2012 waren es mit 450 Megabyte weniger als ein Viertel. Jedes Megabyte weniger zahlt sich für die Telekom aus, da die Mobilfunknetze dann nicht so schnell ausgebaut werden müssen.

Bei dem Fon-Prinzip werden zwei Wlan-Netze aufgebaut. Der Datenverkehr des Anschluss-Besitzers ist von dem der Gastnutzer getrennt. Das heißt, Fremde haben keinen Zugriff auf die Daten des Hotspot-Betreibers. Zudem hat sein Datenverkehr des Eigentümers immer Vorrang, damit die Internet-Verbindung für ihn nicht langsamer wird. Fon-Mitglieder, die ihr Wlan teilen, können dafür die Anschlüsse anderer Teilnehmer in fremden Städten und Ländern mitbenutzen. Fon hat weltweit über 7,7 Millionen Teilnehmer mit offenen Wlan-Netzen.