Streik

Mitarbeiter legen deutsche Coca-Cola-Werke still

Wahrscheinlich haben sie koffeinhaltige Brause getrunken, um sich wachzuhalten. Doch geholfen hat es nichts.

Bei Coca-Cola ist es in der Nacht zum Dienstag in der mittlerweile sechsten Verhandlungsrunde zwischen dem Management und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nicht zu einer Einigung gekommen.

„Nichts Neues“, schimpft NGG-Verhandlungsführer Claus-Harald Güster und bestätigt damit Informationen der Berliner Morgenpost: Am Mittwoch und Donnerstag wird in Deutschland in den Werken von Coca-Cola gestreikt. „Coca-Cola braucht ein deutliches Signal der Beschäftigten“, sagte Güster. Für Ärger sorgen bei der Gewerkschaft vor allem die Vorstellungen der Geschäftsführung über neue Arbeitszeiten. Rund 10.600 Beschäftigte arbeiten für Coca-Cola in Deutschland an 50 Standorten, rund die Hälfte davon sind Abfüllanlagen.

Während die Geschäftsführung wegen der großen saisonalen Schwankungen im Geschäft weitere Flexibilisierungen verlangt, hält NGG dies für nicht notwendig. „Es gibt bereits weitreichende Freiheiten für Mehrarbeit in der Woche sowie für Arbeit am Wochenende. Diese Regeln müssen nur richtig genutzt werden“, sagt Gewerkschafts-Vizechef Güster. Auch beim Lohn liegen beide Seiten noch weit auseinander: NGG fordert sechs Prozent mehr, das Unternehmen bietet 2,5 Prozent Lohnsteigerung in diesem und zwei Prozent in den kommenden Jahren an.

Die Gewerkschafter verlangen außerdem, dass die Arbeitsplätze gegen Kündigung geschützt werden. Zudem sollen Leiharbeit sowie auch Werkverträge begrenzt werden. Dies würde bedeuten, dass das Unternehmen Arbeit nur in geringem Umfang an Fremdfirmen vergeben darf. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 7. und 8. März angesetzt, dieses Mal in Berlin, dem Sitz der Deutschlandzentrale.