Altersvorsorge

Umfrage: Deutsche erwarten Rente erst mit 69 Jahren

Die Bundesbürger halten einer Umfrage zufolge die künftige Altersversorgung trotz eines höheren Renteneintrittsalters für gefährdet.

Nur ein Drittel glaube, dass die heutigen Rentner allein durch die gesetzliche Rente ihren Lebensstandard sichern könnten, erklärte die Bertelsmann Stiftung bei der Vorstellung einer repräsentativen Umfrage am Montag in Gütersloh. Drei Viertel der Befragten befürchten, dass in 20 Jahren selbst eine Kombination aus gesetzlicher Rente und betrieblicher wie privater Altersvorsorge den Lebensstandard nicht mehr sichern kann.

Die Deutschen erwarten künftig ein deutlich höheres Renteneintrittsalter als heute, die Hälfte erst mit über 69 Jahren. Zugleich seien sie skeptisch, ob sie angesichts der beruflichen Belastungen auch in der Lage sind, länger als bisher zu arbeiten, hieß es. 82 Prozent der Bürger seien der Meinung, dass die Menschen heutzutage wegen der Arbeitsbelastungen nicht besser in der Lage sind, bis zum 67.Lebensjahr zu arbeiten, als etwa vor 20 Jahren. 87 Prozent der Befragten halten eine Rentenaufstockung für Geringverdiener grundsätzlich für gut. Zugleich sprachen sich drei Viertel dafür aus, dass eine Rentenaufstockung nur für Geringverdiener gezahlt werden solle, die 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hätten.