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Deutsche Post: Paketboten sollen mit dem E-Auto ausliefern ++ Novartis: Wut über bestbezahlten Manager der Schweiz ++ Konjunktur: Bundesbank sieht gute Chancen für Wachstum ++ Löhne und Gehälter: Gewerkschaften kündigen harte Tarifrunde an

Paketboten sollen mit dem E-Auto ausliefern

Briefträger und Paketboten der Deutschen Post sollen nach einem Medienbericht in den Städten künftig in Elektroautos unterwegs sein. Ein Pilotprojekt mit 150 Fahrzeugen startet demnach in Kürze in Bonn, dem Stammsitz des Unternehmens, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet. Die Post verfügt über 80.000 Fahrzeuge und damit über eine der größten Fahrzeugflotten Deutschlands. Das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten bereits mit mehreren Autoherstellern und -importeuren über größere Elektroauto-Bestellungen gesprochen, hieß es weiter.

Wut über bestbezahlten Manager der Schweiz

Die millionenschwere Abgangszahlung für Novartis-Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella sorgt in der Schweiz für Empörung. Justizministerin Simonetta Sommaruga sagte, es brodle in der Bevölkerung. Die Wut sei riesig. Vasella hatte eingeräumt, dass er nach seinem Ausscheiden beim Pharmaunternehmen Novartis in sechs Jahren bis zu zwölf Millionen Franken jährlich erhalten werde. Vasella trat 1996 nach der Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy an die Spitze der neu geformten Novartis. Über die Jahre hat er mehrere Hundert Millionen Franken verdient – so viel wie kein anderer Schweizer Manager.

Bundesbank sieht gute Chancen für Wachstum

Bundesbankpräsident Jens Weidmann erwartet nach der Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2012 eine baldige Rückkehr zum Wachstum. „Für das erste Quartal gehen wir davon aus, dass wir eine deutliche Gegenbewegung sehen werden zu dem deutlichen, aber nicht überraschenden BIP-Rückgang von 0,6 Prozent“, sagte Weidmann. Dabei erwarte er auch merkliche Lohnerhöhungen in nächster Zeit. Geholfen habe die Geldpolitik der Wirtschaftsentwicklung.

Gewerkschaften kündigen harte Tarifrunde an

DGB-Chef Michael Sommer erwartet angesichts guter Konjunktur ein hartes Tarifjahr 2013. „Die Gewerkschaften werden die Tarifverhandlungen in diesem Jahr sehr selbstbewusst führen und, falls nötig, auch mit aller Konsequenz“, sagte Sommer der „Passauer Neuen Presse“. IG-Metall-Vize Detlef Wetzel gab für die Tarifrunde in der wichtigen Metall- und Elektroindustrie bereits die Marschroute vor. Die Gewerkschaft will kräftige Lohnerhöhungen für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten erreichen. Die Forderung müsse über dem Verteilungsspielraum von 3 bis 3,5 Prozent liegen, sagte Wetzel der „Berliner Zeitung“.