E-Commerce

Starthilfe für Start-ups

Der Medienkonzern Axel Springer und Plug and Play Tech Center starten gemeinsames Förderprogramm für Internet-Gründer

Der Medienkonzern Axel Springer („Bild“, Berliner Morgenpost) steigt in die Frühfinanzierung von Start-ups ein. Zusammen mit dem kalifornischen Start-up-Investor Plug and Play Tech Center gründet der Konzern einen sogenannten Accelerator in Berlin. Am Montag unterzeichneten Peter Würtenberger, Chief Marketing Officer von Axel Springer, und Saeed Amidi, Vorstandschef und Gründer von Plug and Play Tech Center, in Silicon Valley eine entsprechende Vereinbarung zur Förderung von Unternehmensgründungen. Beide Unternehmen sind jeweils zur Hälfte an dem Programm mit dem Namen „Axel Springer Plug and Play“ beteiligt. Geleitet wird der Accelerator von Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer des Geschäftsführungsbereichs Elektronische Medien von Axel Springer, und Saeed Amidi.

Wie die Unternehmen mitteilten, richtet sich „Axel Springer Plug and Play“ an deutsche und europäische Gründer und will diese durch ein gezieltes Förderprogramm bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsideen unterstützen. Zugleich bietet das Programm Start-ups in den USA Unterstützung bei der Expansion nach Deutschland und Europa.

Das Programm sieht eine Laufzeit von drei bis sechs Monaten vor und beinhaltet neben einer individuellen Anschubfinanzierung in Höhe von zwischen 10.000 und 50.000 Euro auch die Bereitstellung von Büroräumen in Kreuzberg sowie ein intensives Coaching durch Mentoren. Im Gegenzug geben die teilnehmenden Start-ups in der Regel fünf Prozent ihrer Unternehmensanteile an den Accelerator ab. Für 2013 sind zwei Programmzyklen geplant. Ausgewählte Unternehmen erhalten zudem die Möglichkeit, einen Teil des Programms im Plug and Play Tech Center im Silicon Valley zu absolvieren. Am Ende stellen sich die Jungunternehmen einem ausgewählten Publikum internationaler Wagniskapitalfinanziers im Rahmen eines „Demo-Day“ vor.

„Mit ‚Axel Springer Plug and Play’ wollen wir innovative digitale Geschäftsideen von ihrer Entstehung bis zur Umsetzung begleiten und fördern. Wir erweitern damit unseren bisherigen Investitionsradius im Rahmen unserer Digitalisierungsoffensive“, sagte Jens Müffelmann, Leiter des Geschäftsführungsbereichs Elektronische Medien von Axel Springer. In diesem Jahr seien unter dem Dach von ‚Axel Springer Plug and Play’ rund zwanzig Anschubfinanzierungen für junge Start-up-Unternehmen geplant.

Seit seiner Gründung 2006 hat Plug and Play Tech Center über 1200 Start-ups in ihrer Entwicklung begleitet. Das Unternehmen ist Co-Investor und Partner von über 100 Wagniskapitalfirmen und unterhält mehr als 100 globale Unternehmenspartnerschaften. Insgesamt konnten die Start-ups aus dem amerikanischen Plug and Play-Netzwerk bisher über eine Milliarde US-Dollar an Wagniskapitalfinanzierungen einsammeln. „,Axel Springer Plug and Play’ baut eine Brücke zwischen Berlin und Silicon Valley, die Unternehmern helfen kann, größer und globaler zu denken und dadurch erfolgreicher zu sein“, sagt Saeed Amidi. „Berlin kann das Zentrum der Medien- und Technologie-Jungunternehmer in Europa werden.“

Die Partnerschaft zwischen Plug and Play Tech Center und Axel Springer wurde durch Würtenberger, „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann und dem Gründer des Preisvergleichsportals idealo, Martin Sinner, die sich derzeit für ein digitales Forschungsprojekt in Silicon Valley aufhalten, initiiert und konzipiert. Das Programm startet im Mai 2013. Die Bewerbung ist ab dem 15. März 2013 möglich auf www.axelspringerplugandplay.com.