Tarifkonflikt

Millionenprozess im Dauerstreit mit den Fluglotsen

Die Dauerfehde zwischen der Luftfahrtindustrie und der kleinen Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) steuert auf einen neuen Höhepunkt zu.

Immerhin 9,5 Millionen Euro Schadenersatz verlangen Lufthansa, Air Berlin sowie der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport, weil die GdF beim mehrwöchigen Vorfeldstreik vor genau einem Jahr rund 1700 Flüge hatte ausfallen lassen.

Nach einem gescheiterten Gütetermin im September muss nun am Freitag erneut das Arbeitsgericht Frankfurt entscheiden, ob eine Gewerkschaft für Folgen eines schließlich mit Tarifvertrag abgeschlossenen Arbeitskampfes haftbar gemacht werden kann. GdF-Sprecher Matthias Maas zeigt sich empört und vermutet eine gezielte Kampagne: „Von Klagen gegen die IG Metall oder Verdi höre ich nach deren Streiks nie etwas.“ Die Klage um den Vorfeldstreik in Frankfurt ist keineswegs der erste Versuch, die GdF in engere Schranken zu weisen. In unterschiedlichen Konstellationen hatten Lufthansa und andere Gesellschaften das bereits in zwei anderen Fällen versucht und damit bislang gescheitert. Doch bis zur letzten Instanz ausgefochten ist noch keiner der drei Fälle gegen die GdF.