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ThyssenKrupp: Konzern verzichtet auf Kündigungen ++ Fracking: BASF will Schiefergas fördern – auch in Deutschland ++ Elektrohandel: Media-Saturn plant schnelleres Online-Wachstum

Konzern verzichtet auf Kündigungen

ThyssenKrupp will beim geplanten Stellenabbau möglichst auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. „Wir gehen davon aus, dass die notwendigen Personalabbau-Maßnahmen sozialverträglich erfolgen“, sagte ein Sprecher von ThyssenKrupp Steel Europe. Mitarbeiter könnten etwa innerhalb des Konzerns versetzt werden. Zudem sollten den Beschäftigten Teilzeitarbeits- oder Aufhebungsverträge angeboten werden. Auch Altersteilzeit oder Arbeitszeitverkürzungen seien möglich. „Dann erwarten wir, dass – sofern diese Maßnahmen in ausreichendem Maße greifen – betriebsbedingte Kündigungen nicht notwendig werden.“ Der angeschlagene Konzern hatte zuvor angekündigt, rund 2000 der 27.600 Stellen im europäischen Stahlgeschäft zu streichen.

BASF will Schiefergas fördern – auch in Deutschland

Der Chemiekonzern BASF setzt auf die umstrittene Förderung von Schiefergas. Für den Konzern seien dabei Europa und Südamerika interessant, sagte BASF-Vorstand Harald Schwager der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Auch eine Förderung in Deutschland schließe BASF nicht aus. „Wir würden gerne in die Forschung einsteigen, um überhaupt herauszufinden, ob es möglich ist, hier wirtschaftlich, sozial akzeptiert und umweltverträglich Schiefergas zu fördern.“ Bei der Schiefergas-Förderung, dem sogenannten Fracking, werden Wasser und Chemikalien mit hohem Druck in Gestein gepumpt, um an die dort lagernden Gas- und Ölvorkommen zu kommen. Die Risiken für die Umwelt schätzen Kritiker als beträchtlich ein. In den USA wird Schiefergas bereits in großem Stil gefördert, die Gaspreise sind dort auf ein Drittel des deutschen Niveaus gefallen.

Media-Saturn plant schnelleres Online-Wachstum

Europas größte Elektrohandelskette Media-Saturn bläst nach dem verspäteten Einstieg in den Online-Handel zur Aufholjagd. „2014 werden zehn Prozent der Erlöse im Netz zusammenkommen, mittelfristig möchten wir diesen Anteil nochmals verdoppeln“, sagte der Chef der Metro -Tochter, Horst Norberg, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. 2012 erzielte Media-Saturn gerade einmal vier Prozent seines Umsatzes online. Der Versuch von Media-Saturn, verlorenes Terrain im Online-Handel mit einer Preisoffensive zurückzuerobern, hatte den Gewinn der einstigen Metro-Ertragsperle zuletzt einbrechen lassen. Das Multi-Channel-Geschäft – die Verknüpfung des Online-Handels mit dem Geschäft in den Filialen – gewinnt für Media-Saturn zunehmend an Bedeutung. Die Kette werde aber auch weiterhin neue Filialen eröffnen. Zu den 942 Märkte sollen jedes Jahr 40 bis 50 dazu kommen.