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ThyssenKrupp streicht fast jede siebte Stelle im Stahlgeschäft

ThyssenKrupp reagiert mit dem Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen auf die Krise im Stahlgeschäft.

Rund 2000 der 27.600 Stellen sollen gestrichen werden, weitere 1800 Jobs können durch den Verkauf von Bereichen wegfallen, meldete der Konzern. Damit ist jeder siebte Arbeitsplatz in der Sparte Steel Europe gefährdet. Nun stehen Gespräche mit den Arbeitnehmern an. Die IG Metall forderte, es dürfe keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Der Konzern will durch den Stellenabbau im europäischen Stahlgeschäft die Kosten um rund 500 Millionen Euro bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 (30. September) drücken. Die Summe ist einem Sprecher zufolge Teil des Sparziels von rund zwei Milliarden Euro, das Konzernchef Heinrich Hiesinger im vergangenen Jahr ausgegeben hatte.

Der Traditionskonzern steckt in der größten Krise seit der Fusion von Thyssen und Krupp 1999. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 hatte Hiesinger einen Verlust von fünf Milliarden Euro bekanntgeben müssen – der mit Abstand höchste n der Firmengeschichte.